Verlorene potenzielle Lebensjahre

Verlorene potenzielle Lebensjahre respektive frühzeitige Todesfälle beziehen sich auf Sterbefälle vor dem Erreichen des 70. Altersjahrs. Ein Teil dieser Todesfälle ist auf Ursachen zurückzuführen, die partiell vermeidbar sind: verhaltens- und ernährungsbedingte, chronische Erkrankungen und Unfälle. Die Rate gibt Hinweise auf Fortschritte der Medizin oder auf den Erfolg von Massnahmen der Gesundheitsprävention. Sie ist ein Mass für die öffentliche Gesundheit, weil sie sämtliche Faktoren umfasst, welche die Gesundheit beeinträchtigen und zum Tod führen.

Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2024 betrug die Rate der verlorenen potenziellen Lebensjahre im Kanton Luzern 1'669 Jahre je 100'000 Einwohner/innen. Bei den Männern lag die Rate bei 2'263 Lebensjahren, bei den Frauen bei 1'057 Lebensjahren.

Definition

Die Kennzahl zeigt die Anzahl der verlorenen potenziellen Lebensjahre je 100'000 Einwohner/innen (ständige Wohnbevölkerung) für Todesfälle ab Geburt bis zum 70. Lebensjahr, dies standardisiert nach der Altersstruktur der europäischen Standardbevölkerung. Die verlorenen potenziellen Lebensjahre ergeben sich aus der Summe der Differenzen zwischen dem 70. Altersjahr und dem Alter aller Personen, die vor dem 70. Lebensjahr verstorben sind (frühzeitige Todesfälle).

Daten

Schweiz:

Gesundheitszustand: Verlorene potenzielle Lebensjahre (Obsan)

Spezifische Todesursachen: Verlorene potenzielle Lebensjahre (BFS)

Aktualisiert: 5. März 2026