Inanspruchnahme der ambulanten Pflege

Die Inanspruchnahmerate setzt die Anzahl der über 65-jährigen Klienten/-innen in der ambulanten Pflege ins Verhältnis zur gleichaltrigen Bevölkerung. Sie zeigt auf, wie gross der Bedarf der Bevölkerung an ambulanter Pflege ist. Leistungen der Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen ermöglichen es, dass pflegebedürftige Personen länger im eigenen Zuhause leben oder früher aus dem Spital austreten können.

Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2024 nahmen rund 7'836 Luzerner/innen ab 65 Jahren ambulante Pflegeleistungen im eigenen Kanton in Anspruch. Die standardisierte Inanspruchnahmerate lag bei 9,0 Klienten/-innen pro 100 Einwohner/innen ab 65 Jahren und damit auf dem höchsten Wert in den letzten zehn Jahren.

Bei den Frauen lag die standardisierte Inanspruchnahmerate mit 9,6 Klientinnen pro 100 Einwohnerinnen höher als bei den Männern, bei denen die Rate bei 8,4 lag. Mit zunehmendem Alter steigt die Inanspruchnahme der ambulanten Pflege.

Definition

Die Inanspruchnahmerate der ambulanten Pflege ergibt sich aus der Anzahl Klienten/-innen ab 65 Jahren, welche ambulante Pflegeleistungen im Kanton Luzern in Anspruch genommen haben, pro 100 Einwohner/innen ab 65 Jahren. Berücksichtigt werden Klienten/-innen mit Wohnort im Kanton Luzern. Zur ambulanten Pflege zählen Leistungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) und der Akut- und Übergangspflege, die von Spitex-Organisationen oder selbstständigen Pflegefachpersonen geleistet werden. Da sich Alters- und Geschlechtsstrukturen über die Zeit hinweg unterscheiden können, wurde anhand einer theoretischen Standardbevölkerung eine Standardisierung nach Alter und Geschlecht durchgeführt.

Daten

Kanton Luzern:

Spitex: Klienten/innen in der Pflege und Hilfe

Schweiz:

Inanspruchnahme der Spitex-Pflege

Analysen

OBSAN (2022): Bedarf an Alters- und Langzeitpflege in der Schweiz

Aktualisiert: 25. September 2025