Bildungsmobilität zwischen den Generationen
Der familiäre Hintergrund kann die Bildungskarriere stark beeinflussen. Zum einen erhöhen sich mit steigendem Bildungsstand der Eltern auch die Bildungschancen der Kinder, zum anderen nehmen deren Chancen bei tieferem Bildungsstand der Eltern ab. Vom Bildungssystem wird erwartet, dass es solche Chancenunterschiede ausgleicht und die Chancengleichheit der gesamten Bevölkerung gewährleistet. Der hier vorgenommene Vergleich des Bildungsniveaus der Eltern und ihrer Kinder gibt Aufschluss über die Veränderung des Bildungsniveaus einer Generation gegenüber demjenigen der Vorgeneration. Im Zusammenhang solcher Veränderungen wird von Bildungsmobilität gesprochen.
Beobachtete Entwicklung
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Im Jahr 2021 verfügten 24 Prozent aller Eltern der Luzerner Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren über einen Tertiärabschluss. Werden nur die Eltern jener Personen betrachtet, die selbst über einen Tertiärabschluss verfügen, so ist das bei 36 Prozent der Fall. Der Unterschied beträgt 12 Prozentpunkte. Das bedeutet, dass Eltern von Personen mit Tertiärabschluss häufiger ebenfalls über einen Tertiärabschluss verfügen als dies bei den Eltern aller Personen (unabhängig von ihrem Ausbildungsabschluss) der Fall ist. Gegenüber dem Jahr 2011 hat diese Differenz um 1 Prozentpunkt abgenommen, jedoch liegen die Werte innerhalb des statistischen Unschärfebereichs. Die Abnahme ist deshalb nicht als eindeutige Entwicklung zu interpretieren. |
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung
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Der Vergleich des Bildungsstands der Eltern in Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichem Bildungsstand liefert Hinweise auf systematische und strukturelle Unterschiede, welche die Bildungsmobilität beeinflussen. Diese strukturellen Unterschiede sollen minimiert werden. Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:
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Die beobachtete Abnahme liegt innerhalb des statistischen Unschärfebereichs, sodass zur Zeit keine statistisch gesicherte eindeutige Beurteilung vorgenommen werden kann. |
Definition
Dieser Indikator zeigt den strukturellen Unterschied zwischen dem Bildungsstand der Eltern von Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss und dem Bildungsstand der Eltern in der Gesamtbevölkerung. Grundgesamtheit der Analyse bildet die Luzerner Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren.
2021: Revision des Fragebogens und Änderung der Erhebungsmethode. Ergebnisse nur eingeschränkt mit früheren Jahren vergleichbar.
Daten
Schweiz:
Intergenerationelle Bildungsmobilität
Analysen
LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Lernende der Sekundarstufe II
LUSTAT (2024): Bildungsbericht des Kantons Luzern – Studierende an Hochschulen
Aktualisiert: 13. Januar 2025
