Bevölkerungsbefragung Stadt Luzern 2019 - Verkehr

Situation der Velofahrenden wird am negativsten beurteilt

72 Prozent der Stadtluzernerinnen und -luzerner finden, dass die Situation der ÖV-Benutzenden in der Stadt gut sei. 66 Prozent sind der Meinung, die Verkehrssituation in der Stadt sei für die Fussgängerinnen und Fussgänger gut. Deutlich seltener wird die Situation der Auto- und Motorradfahrenden (52%) und der Velofahrenden (39%) positiv beurteilt.

Im Vergleich zu den Befragungen 2012 und 2015 hat sich die Beurteilung der Situation der Auto- und Motorradfahrenden jedoch verbessert (2012: 28%; 2015: 44%). Bei den Velofahrenden liegt die Beurteilung 2019 leicht über dem Wert von 2012 (2012: 36%; 2015: 42%). Die Beurteilung der Lage der Fussgängerinnen und Fussgänger (2012: 73%, 2015: 68%) verschlechterte sich von Befragung zu Befragung und diejenige der ÖV-Nutzenden reduzierte sich 2015 und blieb anschliessend konstant (2012: 79%, 2015: 72%).

Selbst- und Fremdwahrnehmung der Verkehrsteilnehmenden unterscheiden sich zum Teil. So schätzen die Auto- und Motorradfahrenden ihre eigene Situation schlechter ein, als die anderen Verkehrsteilnehmenden die Situation der Auto- und Motorradfahrenden einschätzen. Dasselbe lässt sich bei den Velofahrerenden beobachten: Auch sie sehen ihre eigene Situation negativer als die anderen Verkehrsteilnehmenden.

Fast ein Drittel ist mit Parkmöglichkeiten nicht zufrieden

76 Prozent (Werte 7 bis 10) der Stadtluzernerinnen und -luzerner zeigen sich 2019 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Verkehrsverbindungen im Kanton zufrieden. Das Strassennetz wird von 61 Prozent als gut beurteilt. Am tiefsten sind die Zufriedenheitswerte bei den öffentlichen Parkmöglichkeiten im Kanton: 35 Prozent der Stadtbevölkerung sind mit diesen zufrieden, 31 Prozent unzufrieden (Werte 0–3).

Die Stadtbevölkerung ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Verkehrsverbindungen etwas häufiger zufrieden als die restliche Kantonsbevölkerung (76 vs. 69%).

Erreichbarkeit von Dienstleistungen wird durchwegs positiv beurteilt

Die meisten Stadtluzernerinnen und -luzerner sind 2019 mit der Erreichbarkeit der medizinischen Einrichtungen wie Spitäler (90%) oder Hausärzte (88%) im Kanton zufrieden. Gleichermassen positiv wird die Erreichbarkeit von Schulorten (90%), Einkaufsmöglichkeiten (88%) sowie Kultur- und Freizeitangeboten (84%) beurteilt. 81 Prozent der Stadtbevölkerung zeigen sich auch damit zufrieden, wie gut sie den Arbeitsort erreichen.

Die Zufriedenheit der Stadtbevölkerung mit der Erreichbarkeit der Einkaufsmöglichkeiten sowie der Kultur- und Freizeitangebote hat sich von Befragung zu Befragung etwas reduziert. Die Erreichbarkeit des Arbeitsorts beurteilt die Stadtbevölkerung seit 2015 weniger zufrieden als früher.

Kontakt

Andrea Oppliger

E-Mail: andrea.oppliger@lustat.ch

Telefon: +41 41 228 59 47

Analysen

Das Leben im Kanton Luzern

Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2019

Wie zufrieden sind die Luzernerinnen und Luzerner mit dem Leben im Kanton Luzern? Wo sieht die Bevölkerung die grösste Herausforderung für den Kanton? Der Luzerner Regierungsrat hat im Jahr 2019 zum fünften Mal eine kantonale Bevölkerungsbefragung in Auftrag gegeben. Mit der Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung der Resultate wurde LUSTAT Statistik Luzern betraut.

Die Resultate finden Sie in der Publikationsreihe LUSTAT Focus. Ebenfalls stehen die Auswertungen der Bevölkerungsbefragung 2019 in einer unkommentierten tabellarischen Form zur Verfügung, die wichtigsten Ergebnisse wurden in Form von Infografiken visualisiert.

LUSTAT Jahrbuch 2020 - Fachbereiche

Bevölkerung

Datenmaterial, Kommentare sowie weitere Informationen zum Stand und zur Struktur der Bevölkerung, zur Bevölkerungsbewegung, zu Migration und Integration, Haushalten und Familien sowie der zukünftige Bevölkerungsentwicklung.

Regionale Disparitäten im Kanton Luzern

Stadt-Land-Graben aus statistischer Sicht

Der Webartikel präsentiert verschiedene statistische Ergebnisse zu den regionalen Unterschieden im Kanton Luzern. Betrachtet werden die Themen: Demografie, Bodennutzung und Ressourcenverbrauch, Wirtschaft und Arbeit, Bauen und Wohnen, Mobilität und Verkehr, öffentliche Finanzen sowie soziale Sicherheit.