Definitionen

Es wurden 51 Definitionen gefunden.

Arbeitsverkehr

Verkehr für den Weg zur Arbeitsstelle und zurück (Arbeitspendlerverkehr) ohne Wege für Zwischen- oder Mittagsverpflegung.

Arithmetisches Mittel (Durchschnitt, Mittelwert)

Summe der beobachteten Werte dividiert durch die Anzahl Beobachtungen. Als Lagemass beschreibt es den statistischen Durchschnittswert einer Wertereihe. Das arithmetische Mittel wird daher häufig und vereinfacht als Mittelwert oder Durchschnitt bezeichnet.

Ausbildungsverkehr

Verkehr für den Weg zum Ausbildungsort und zurück (Ausbildungspendlerverkehr) ohne Wege für Zwischen- oder Mittagsverpflegung.

Beförderte Person

Als beförderte Person gilt jede in ein Fahrzeug des öffentlichen Regional- und Agglomerationsverkehrs einsteigende Person, mit Ausnahme des diensttuenden Personals des Transportunternehmens. Jede beförderte Person wird nach jedem Ein- bzw. Umsteigen erneut gezählt, sofern die Fahrt ganz oder teilweise auf dem Gebiet des Kantons Luzern verläuft.

Dienstfahrt, Geschäftliche Tätigkeit

Fahrt dient dem beruflichen Personen- oder Gütertransport (z.B. Taxifahrer/in, Chauffeur/in) oder ist Teil der beruflichen Tätigkeit (z.B. Kundenbesuch, Sitzung), ohne Arbeitsverkehr.

Durchschnitt

Siehe Arithmetisches Mittel

E-Bike

Velo mit elektrischer Tretunterstützung. Hierzu zählen sowohl die schnellen als auch die langsamen E-Bikes. Erstere verfügen über eine relativ hohe Motorleistung und eine Tretunterstützung auch bei mehr als 25 km/h und benötigen daher ein gelbes Motorfahrrad-Kontrollschild. E-Bikes dürfen frühestens ab 14 Jahren (mit Führerausweis M) gefahren werden.

Einkaufsverkehr

Verkehr für Einkäufe, Besorgungen und Inanspruchnahme von Dienstleistungen (z.B. Arztbesuch).

Etappe

Teil eines Weges, der mit demselben Verkehrsmittel zurückgelegt wird, wobei das Zufussgehen als ein Verkehrsmittel betrachtet wird. Bei jedem Verkehrsmittelwechsel (auch beim Umsteigen zwischen zwei gleichartigen Verkehrsmitteln) beginnt eine neue Etappe. Die Mindestlänge einer Etappe beträgt 25 Meter im öffentlichen Raum.

Freizeitverkehr

Hierzu gehören alle mit Freizeitzweck zurückgelegten Wege (vgl. Mobilitätszweck).

Fuss- und Veloverkehr

Dazu zählen der Fuss-, der Velo- und der E-Bike-Verkehr.

Hauptursache (Strassenverkehrsunfälle)

Unfälle im Strassenverkehr können eine oder mehrere Ursachen haben. Als Hauptursache wird in der Statistik der Umstand erfasst, der hauptsächlich zu einem Unfall geführt hat. Hauptursachen werden in fünf Hauptgruppen und ihre Untergruppen eingeteilt.

Siehe auch: Unfallursache, Unfallhauptursache.

Kennzahlen, statistische

Statistische Kennzahlen sind Masszahlen, die Sachverhalte mit hoher Komplexität möglichst transparent darstellen. Kennzahlen werden häufig in Form von Verhältniszahlen (z.B. Suizidrate = Anzahl Suizide pro 100'000 Einwohner/innen) dargestellt. Dadurch können die Phänomene, über die sie Auskunft geben sollen, über verschiedene Räume und im zeitlichen Verlauf verglichen werden.

Vgl. auch Indikatoren

Kleinmotorräder

Motorräder bis 50 ccm mit gelben Schildern.

Kurskilometer

Von den Transportunternehmen gefahrene Kilometer bei Bus, Bahn und Schiff im öffentlichen Regional- und Agglomerationsverkehr.

Langsamverkehr

Siehe Fuss- und Veloverkehr.

Lastwagen

Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zum Sachentransport, mit Aufbauten wie Brücken, Kasten, Tanks, Silos etc.

Lieferwagen

Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zum Sachentransport, mit Aufbauten wie Brücken, Kasten usw.

Median (Zentralwert)

Der Median ist die Zahl, welche an mittlerer Stelle steht, wenn Werte nach ihrer Grösse sortiert werden. Bei den Löhnen beispielsweise erzielt somit die eine Hälfte der Haushalte einen Lohn unterhalb des Medians, die andere Hälfte einen höheren.

Mittelwert

Siehe Arithmetisches Mittel

MIV (Motorisierter Individualverkehr)

Darunter fallen Personenwagen, Motorräder, Kleinmotorräder, Mofas.

Mobilitätsgrad

Anteil Personen in Prozent der Bevölkerung, die mindestens einmal pro Tag im Verkehr unterwegs sind.

Mobilitätszweck

Einzelne Etappen und zu Wegen aggregierte Etappen werden zu einem bestimmten Zweck unternommen. Es werden folgende Zwecke unterschieden: Freizeit, Arbeit, Einkauf (inkl. Besorgungen), geschäftliche Tätigkeit/Dienstfahrt, Ausbildung, Service und Begleitung sowie andere.

Modalsplit (Mobilität und Verkehr)

Aufteilung von Verkehrsleistungen (Distanzen, Wege, Etappen, Unterwegszeiten, Wegzeiten) auf verschiedene Verkehrsmittel oder Verkehrsmittelgruppen respektive Verkehrsmodi (Fuss-/Veloverkehr, MIV, ÖV, andere Verkehrsmittel).

Motorisierter Individualverkehr (MIV)

Siehe: MIV.

Motorisierungsgrad

Anzahl Personenwagen pro 1'000 Einwohner/innen der mittleren Wohnbevölkerung.

Motorräder

Kleinmotorräder und Motorschlitten sind inbegriffen, nicht aber Motorfahrräder.

Öffentliche Parkplätze (öffentlich benutzbare Parkplätze)

Parkplätze, die meist gegen Gebühr für alle zugänglich sind. Die öffentlichen IV-, Mobility-, Elektro-, Veranstaltungs- und sonstigen Kundenparkplätze werden den öffentlichen Parkflächen zugeordnet.

Öffentlicher Verkehr

Siehe ÖV

ÖV (öffentlicher Verkehr)

Öffentlicher Verkehr. Dazu zählen Eisenbahn, Postauto, Bus, Tram.

Parkierungsanlagen

Öffentliche und private Parkhäuser, Einstellhallen, Tiefgaragen und so weiter, die öffentlich benützbar oder für die private Nutzung reserviert sind.

Pendlerinnen und Pendler

Erwerbstätige oder Personen in Ausbildung, die ihr Wohngebäude verlassen, um sich zur Arbeit oder zur Ausbildung zu begeben. Zu- und Wegpendler/innen überschreiten dabei Gemeindegrenzen, Binnenpendler/innen pendeln innerhalb ihrer Wohngemeinde. Als Wohnort gilt der Ausgangswohnort, von dem normalerweise ein Weg zur Arbeit/Ausbildung gestartet wird. Im Bereich Wirtschaft und Arbeit werden die Pendlerströme von Erwerbstätigen separat behandelt (ohne Personen in Ausbildung).

Personenwagen

Fahrzeuge mit höchstens neun Sitzplätzen inklusive Führer/innen; synonym gebraucht mit Auto. Sie umfassen auch Ambulanzen und Leichenwagen.

Perzentile

Die Perzentile teilen eine Menge von Werten, die nach ihrer Grösse geordnet sind, in 100 gleich grosse Stücke. Bei den Mieten liegen somit 25 Prozent der Mieten unterhalb des 25. Perzentils, die übrigen darüber.

Pooling von Stichprobendaten

Das Zusammenführen (Kombinieren) von Daten mehrerer Jahre aus derselben Stichprobenerhebung wird als Pooling bezeichnet. Die Daten der verschiedenen Erhebungsjahre werden dabei gemeinsam ausgewertet. Gepoolte Ergebnisse beziehen sich deshalb nicht auf ein einzelnes Jahr, sondern bilden die Verhältnisse während der ganzen Pooling-Zeitspanne ab.

Das Verfahren wird angewendet, wenn die jährliche Stichprobe für bestimmte Auswertungen (etwa zu kleinen Bevölkerungsgruppen oder kleinen geografischen Gebieten) nicht ausreicht. Durch das Zusammenlegen mehrerer Jahre verbreitert sich die Datengrundlage. Dadurch werden die Ergebnisse statistisch stabiler und zuverlässiger.

Pooling kommt beispielsweise zum Einsatz, um detailliertere Auswertungen aus der Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik zu ermöglichen.

Private Parkplätze (privat genutzte Parkplätze)

Parkplätze auf privatem Grund, die gemäss Parkplatzreglement einer bestimmten Nutzung zugeordnet werden. Es kann sich hier um Parkplätze für Besuchende, Beschäftigte oder Bewohnende handeln.

Service und Begleitung

Service meint, jemanden auf privater Basis an einen Ort zu bringen bzw. von einem Ort abzuholen (z.B. Kinder in die Schule bringen). Begleitung geschieht ohne Serviceaspekt (z.B. Freundin zum Flughafen begleiten).

Ständige Wohnbevölkerung

Bis 2009: Schweizerinnen, Schweizer und ausländische Personen mit Niederlassung, Jahresaufenthaltsbewilligung oder Kurzaufenthaltsbewilligung von mindestens zwölf Monaten am zivilrechtlichen Hauptwohnsitz.
Ab 2010: Zusätzlich inkl. Diplomaten und internationale Funktionäre sowie ausländische Personen im Asylprozess und vorläufig Aufgenommene mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten. Alle übrigen ausländischen Personen, insbesondere solche mit einer Aufenthaltsbewilligung bzw. -dauer von weniger als zwölf Monaten, zählen zur nichtständigen Wohnbevölkerung.

Die ständige Wohnbevölkerung ist die Referenzbevölkerung der Bevölkerungsstatistik.

Siehe auch: Aufenthaltsstatus, nichtständige Wohnbevölkerung

Stichprobe

Teilmenge einer Gesamtheit, die nach wissenschaftlichen Grundsätzen zufällig ausgewählt wurde.

Strassenverkehrsunfall

Als Strassenverkehrsunfall gilt ein unvorhergesehenes Ereignis auf einer öffentlichen Verkehrsfläche, das einen Sach- und/oder Personenschaden zur Folge hat und an dem mindestens ein Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät (Skateboard, Trottinette usw.) beteiligt ist. Unfälle, bei denen ausschliesslich Fussgänger/innen beteiligt sind (z.B. Ausgleiten), gelten nicht als Strassenverkehrsunfälle.

Teilzeitbeschäftigte

Zu den Teilzeitbeschäftigten 1 zählen Personen, die während 50 bis 89 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind (Primärsektor: 50 bis 74 Prozent). Zu den Teilzeitbeschäftigten 2 zählen Personen, die unter 50 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind, jedoch mindestens sechs Stunden pro Woche.

Unfall mit Personenschaden

Polizeilich registrierter Strassenverkehrsunfall mit verletzten oder getöteten Personen (siehe Verunfallte), die sich auf einer öffentlichen Strasse oder einem öffentlichen Platz ereignet haben und an denen mindestens ein Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät (Skateboard, Trottinette usw.) beteiligt war. Planmässiges Handeln (z.B. in Suizid- oder Tötungsabsicht) der Beteiligten ist dabei ausgeschlossen.

Unfallursache, Unfallhauptursache

Als Ursache wird der Umstand bezeichnet, der zum Unfall geführt hat. Die Ursachen werden in fünf Gruppen eingeteilt (Verhalten der Person, Zustand der Person, Fahrzeug, Infrastruktur und externer Einfluss, Unbekannt) und in Untergruppen weiter differenziert. Pro Unfall sind mehrere Ursachen möglich; mindestens eine Ursache pro Unfall muss bei der polizeilichen Unfallaufnahme protokolliert werden. Unter Hauptursache versteht man die Ursache, die hauptsächlich zum Unfall geführt hat. Die Angaben von Ursachen und Hauptursachen sind rechtlich nicht verbindlich. Sie dienen der Statistik und der Unfallanalyse, der Erkennung von Gesetzmässigkeiten von Unfallgeschehen und der Sanierung von Gefahrenstellen.

Unterwegszeit

Dauer eines Weges vom Startzeitpunkt am Ausgangsort bis zum Zeitpunkt der Ankunft am Zielort ohne Warte- und Umsteigezeit (im Gegensatz zur Wegzeit).

Verkehrszweck

Siehe: Mobilitätszweck.

Verletzungsgrad

Als leicht verletzt gelten Personen mit geringer Beeinträchtigung. In der Regel heisst dies, dass sie die Unfallstelle aus eigener Kraft verlassen können und nur eine ambulante medizinische Behandlung benötigen. Als schwer verletzt gelten Personen mit schweren, sichtbaren Beeinträchtigungen, welche die normalen Aktivitäten für mindestens 24 Stunden verhindern oder eine stationäre Behandlung erfordern. Als getötet werden Personen aufgeführt, die innert 30 Tagen an den Unfallfolgen gestorben sind.

Verunfallte (verunfallte Personen)

Als Verunfallte gelten Personen, die bei einem Strassenverkehrsunfall zu Schaden gekommen sind (siehe Unfall mit Personenschaden). Je nach Verletzungsgrad werden dabei leichtverletzte, schwerverletzte und getötete Personen unterschieden. In einem Strassenverkehrsunfall können mehrere verunfallte Personen involviert sein.

Vollzeitäquivalente (VZÄ)

Auf Vollzeitstellen umgerechnetes Arbeitsvolumen, d.h. Verhältnis des geleisteten Arbeitspensums einer Person zu einem Vollzeitpensum (100%). Beispiele: Eine dauernd zu 40 Prozent angestellte Person entspricht 0,4 Vollzeitäquivalenten. Oder: In einem Betrieb arbeiten 2 Personen mit einem Beschäftigungsgrad von je 50 Prozent. Der Betrieb zählt also 2 Beschäftigte und weist 1 Vollzeitäquivalent aus.

Vollzeitbeschäftigte

Als Vollzeitbeschäftigte gelten Personen, die während mindestens 90 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind (Primärsektor: mindestens 75 Prozent).

Weg (Mobilität und Verkehr)

Ein Weg beginnt, wenn sich jemand mit einem Ziel (z.B. Arbeitsort) oder zu einem bestimmten Zweck (z.B. Spazieren) in Bewegung setzt. Ein Weg endet, wenn das Ziel erreicht ist, also der Verkehrszweck wechselt, oder wenn sich jemand eine Stunde oder länger am gleichen Ort aufhält.

Wegzeit (Mobilität und Verkehr)

Dauer eines Weges vom Startzeitpunkt am Ausgangsort bis zum Zeitpunkt der Ankunft am Zielort inklusive Warte- und Umsteigezeit (im Gegensatz zur Unterwegszeit).