Konjunktur 2. Quartal 2024 – Bau

Überdurchschnittlich gute Geschäftslage bei akzentuiertem Arbeitskräftemangel

Die befragten Luzerner Bauunternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage anfangs Juli positiver als noch anfangs April: 66 Prozent beurteilten die Geschäftslage Ende des 2. Quartals 2024 als "gut", 33 Prozent als "befriedigend" und lediglich 1 Prozent als "schlecht". Der Saldo von positiven zu negativen Antworten beträgt somit 65 Punkte (April 2024: 44 Punkte). Wenig erstaunlich wurde auch der Auftragsbestand positiver als noch im Vorquartal beurteilt (Saldo Juli: 39 Punkte; April 2024: 21 Punkte) und die Reichweite der Auftragsbestände ist mit 6,6 Monaten im Zeitvergleich relativ hoch.

Die Beschäftigtenzahl hingegen wurde im Vergleich zum Vorquartal deutlich verbreiteter als "zu niedrig" eingestuft: Knapp zwei Drittel der Luzerner Bauunternehmen schätzten diese als "zu niedrig" ein (Saldo: −61 Punkte). Im Vorquartal hatte rund ein Viertel der Unternehmen diese Einschätzung geteilt (Saldo: −24 Punkte). Die Beurteilung der Beschäftigtenzahl spiegelt sich auch in der Nennung von Leistungshemmnissen: 77 Prozent der befragten Baufirmen beklagten einen Mangel an Arbeitskräften, womit fehlendes Personal in der Luzerner Baubranche das mit Abstand am häufigsten genannte Leistungshemmnis darstellte.

Auch auf Ebene Gesamtschweiz wurde die Geschäftslage anfangs Juli per Saldo als "gut" eingeschätzt, wenn auch weniger dezidiert als im Kanton Luzern (Saldo: 36 Punkte). Die Beschäftigtenzahl wurde wie im Kanton Luzern als "zu niedrig" beurteilt, jedoch ebenfalls auf einem weniger ausgeprägten Niveau bei einem Saldo von −23 Punkten. Auch wird der Mangel an Arbeitskräften auf gesamtschweizerischem Niveau seltener als Leistungshemmnis betrachtet (46%).

Weitgehend Stabilität erwartet

Mehr als 9 von 10 der Luzerner Bauunternehmen gehen bis im Dezember von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus (92%). 5 Prozent erwarten eine Verbesserung und 3 Prozent eine Verschlechterung der Geschäftslage, was insgesamt einen Saldo von 2 Punkten ergibt (Vorquartal: 14 Punkte). Stabilität wird nicht nur im Hinblick auf die Geschäftslage erwartet: Für das 3. Quartal gehen die Luzerner Bauunternehmen auch von einer gleichbleibenden Nachfrage, Bautätigkeit und Ertragslage, von stabilen Preisen sowie von einer unveränderten Beschäftigtenzahl aus.

Auf Ebene Gesamtschweiz gehen die Bauunternehmen ebenfalls von einer gleichbleibenden Geschäftslage bis im Dezember aus (Saldo: 4 Punkte). Für das 3. Quartal wird zudem eine gleichbleibende Nachfrage und Bautätigkeit sowie eine stabile Beschäftigtenzahl erwartet.

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