Migration im Kanton Luzern 2025

Ein Viertel der Luzerner/innen kam im Ausland zur Welt

Ende 2025 lebten im Kanton Luzern 96'796 Ausländer/innen mit ständigem Wohnsitz sowie weitere 3'172 mit nichtständigem Wohnsitz. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der ausländischen Bevölkerung mit ständigem Wohnsitz um 45'468 Personen zugenommen; ihr Anteil an der gesamten ständigen Wohnbevölkerung stieg in diesem Zeitraum von 14,8 auf 21,9 Prozent. Damit lag der Ausländeranteil im Kanton Luzern 2025 weiterhin deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt (2000: 19,8%, 2025: 27,7%). Ende 2025 war rund ein Viertel (25,3%) der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Luzern im Ausland geboren. Bei den ausländischen Staatsangehörigen lag dieser Anteil bei 81,7 Prozent, bei den Schweizer Staatsangehörigen bei 9,5 Prozent.

Jede/r fünfte Zugewanderte hat deutsche Staatsbürgerschaft

2025 zogen 6'273 Personen aus dem Ausland in den Kanton Luzern und nahmen hier ständigen Wohnsitz. Nicht berücksichtigt sind dabei Übertritte von der nichtständigen zur ständigen Wohnbevölkerung. Unter den Zugewanderten waren Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit am häufigsten vertreten (19,6%), gefolgt von Schweizer/innen (11,0%) und Italiener/innen (7,8%).

Im gleichen Zeitraum wanderten 5'126 Personen mit ständigem Wohnsitz im Kanton Luzern ins Ausland aus. Knapp jede fünfte auswandernde Person besass die Schweizer Staatsangehörigkeit (1'008 Personen bzw. 19,7%). Weitere 12,2 Prozent waren deutsche und 7,7 Prozent portugiesische Staatsangehörige.

Die internationalen Wanderungssaldi, also die Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen, zeigen im Kanton Luzern für 2025 den grössten Wanderungsgewinn bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit (+602 Personen). Es folgen italienische (+158), spanische (+138) und rumänische Staatsangehörige (+120). Die grössten Wanderungsverluste verzeichnete der Kanton hingegen bei Personen mit schweizerischer (–318 Personen), ukrainischer (–97) und portugiesischer Staatsangehörigkeit (–73).

Die Auswertung beschränkt sich auf die ständige Wohnbevölkerung. Personen, die 2025 aus dem Ausland in den Kanton Luzern zuzogen und zur nichtständigen Wohnbevölkerung zählten, sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Mehr als die Hälfte der Ausländer/innen besitzt EU-Pass

Die Bevölkerung im Kanton Luzern ist in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend vielfältiger geworden. Ende 2025 lebten Menschen aus 167 verschiedenen Nationen im Kanton. Die grosse Mehrheit der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung stammte aus Europa (82,0%). Dabei besassen 57,6 Prozent die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (EU27), weitere 24,5 Prozent stammten aus dem übrigen Europa. Deutlich kleinere Anteile entfielen auf Personen aus Asien (9,9%), Afrika (5,1%) und Amerika (2,7%).

Die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe bildeten Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit. 2025 machten sie mit 16'534 Personen 17,1 Prozent der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung aus. Es folgen Personen aus Italien (10,2%) sowie aus dem Kosovo und Portugal (je 8,3%).

Weniger Einbürgerungen als im Vorjahr

Mit zunehmender Aufenthaltsdauer und fortschreitender Integration entscheidet sich ein Teil der ausländischen Bevölkerung für die Einbürgerung. 2025 erhielten im Kanton Luzern 1'311 Personen das Schweizer Bürgerrecht. Das waren 150 Personen weniger als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten stammte aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU27: 718 Personen). Am häufigsten eingebürgert wurden Personen von deutscher Staatsangehörigkeit (436), gefolgt von Personen aus dem Kosovo (145) und Italien (70).

Rund ein Drittel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

Von der ständigen Wohnbevölkerung des Kantons Luzern waren Ende 2025 insgesamt 25,3 Prozent im Ausland geboren. Bei den Schweizer Staatsangehörigen lag dieser Anteil bei 9,5 Prozent, bei den ausländischen Staatsangehörigen bei 81,7 Prozent. Umgekehrt kamen 14,6 Prozent der im Kanton Luzern lebenden Ausländer/innen im Kanton selbst und weitere 3,7 Prozent in einem anderen Schweizer Kanton zur Welt.

Gemäss den aktuellsten verfügbaren Ergebnissen der Strukturerhebung des Bundes hatten 2024 rund 33 Prozent der Luzerner Wohnbevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Dies entspricht rund 118'800 Personen, von denen etwa 41'500 die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen. Beim Migrationsstatus wird unterschieden zwischen Personen, die selbst in die Schweiz eingewandert sind (Migranten/-innen der 1. Generation), und Personen, deren Vorfahren über eigene Migrationserfahrungen verfügen (Migranten/-innen der 2. oder höheren Generation).

Mehrheit der ausländischen Bevölkerung mit Niederlassungsbewilligung

Über die Hälfte der ausländischen Bevölkerung mit ständigem Wohnsitz im Kanton Luzern verfügte Ende 2025 über eine Niederlassungsbewilligung (53,3%). Weitere 40,8 Prozent besassen eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Der Anteil der vorläufig Aufgenommenen sowie der Personen im Asylverfahren mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten lag bei 2,2 Prozent. Die übrigen 3,7 Prozent entfielen auf andere Aufenthaltskategorien, darunter Kurzaufenthalter/innen, internationale Funktionäre/-innen sowie Personen mit Schutzstatus S.

Die Zahl der Asylgesuche und die Herkunftsländer der Asylsuchenden werden wesentlich durch das weltpolitische Geschehen beeinflusst. Ende 2025 befanden sich im Kanton Luzern 2'392 Personen im Asylverfahren. Die meisten von ihnen stammten aus Afghanistan (30,7%), Eritrea (16,8%) und Syrien (10,3%). Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Personen im Asylprozess um 3,4 Prozent zurück. 2025 wurde im Kanton Luzern 303 Personen Asyl gewährt. Dies entsprach 18,3 Prozent der behandelten Asylgesuche. Weitere 395 Personen erhielten im Verlauf des Jahres den Schutzstatus S.

LUSTAT Statistik Luzern / 4. November 2026

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