Knapp die Hälfte der befragten Luzerner Bauunternehmen schätzte anfangs April ihre Geschäftslage als "gut" ein (46%). Demgegenüber beurteilten 52 Prozent der befragten Unternehmen die Geschäftslage als "befriedigend" und lediglich 2 Prozent konstatierten eine "schlechte" Geschäftslage. Die Beurteilung fällt somit bei einem Saldo von positiven zu negativen Antworten von 44 Punkten positiver aus als im Vorquartal.
Die Beschäftigtenzahl wurde weiterhin als "zu niedrig" beurteilt (Saldo: −24 Punkte), wenn auch weniger ausgeprägt als noch im Vorquartal (Saldo 4. Q. 2023: −34 Punkte). Dennoch bleibt der Mangel an Arbeitskräften das mit Abstand am häufigsten genannte Leistungshemmnis: 72 Prozent der befragten Firmen sehen in ihm ein Leistungshemmnis.
Auch auf Ebene Gesamtschweiz wurde die Geschäftslage anfangs April als "gut" eingeschätzt (Saldo: 38 Punkte). Die Beschäftigtenzahl wurde wie im Kanton Luzern als "zu niedrig" beurteilt, jedoch auf einem etwas weniger ausgeprägten Niveau bei einem Saldo von −13 Punkten. Auch der Mangel an Arbeitskräften wird auf gesamtschweizerischem Niveau weniger verbreitet als Leistungshemmnis betrachtet: Hier benennen 47 Prozent der befragten Bauunternehmen den Mangel an Arbeitskräften als Leistungshemmnis.
Knapp drei Viertel (74%) der befragten Luzerner Bauunternehmen gehen bis im September von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. 20 Prozent erwarten eine Verbesserung und 6 Prozent eine Verschlechterung der Geschäftslage, was insgesamt einen Saldo von 14 Punkten ergibt. Seit Mitte des letzten Jahres erwarteten die Luzerner Bauunternehmer jeweils, dass die Nachfrage im kommenden Quartal sinken wird. Nun rechnen sie für das 2. Quartal erstmals wieder mit einer gleichbleibenden Nachfrage. Für den gleichen Zeitraum gehen sie zudem von einer stabilen Entwicklung der Ertragslage, der Bautätigkeit, der Beschäftigtenzahl und der Preise aus.
Auf Ebene der Gesamtschweiz gehen die Bauunternehmen ebenfalls von einer verbesserten Geschäftslage bis im September aus (Saldo: 13 Punkte). Im 2. Quartal wird eine gleichbleibende Nachfrage und eine stabile Beschäftigtenzahl erwartet. Bei der Bautätigkeit wird jedoch per Saldo von einer Zunahme ausgegangen (Saldo: 12 Punkte).