Bildung im Kanton Luzern 2025/26 – Tertiärstufe

Studiengänge in Pflege mit wachsenden Studierendenzahlen

Im Studienjahr 2025/26 zählten die Luzerner Bildungsinstitutionen auf Tertiärstufe insgesamt gut 23'700 Studierende. An den Hochschulen (Tertiärstufe A) waren knapp 14'700 Studierende für einen Ausbildungsgang auf Stufe Diplom, Bachelor oder Master eingeschrieben und rund 1'300 Personen besuchten eine Weiterbildung (primär Master of Advanced Studies MAS) oder doktorierten. Weitere knapp 7'800 Studierende bereiteten sich auf einen Abschluss der höheren Berufsbildung vor (Tertiärstufe B).

Mehr Studierende an der Universität Luzern und der Hochschule Luzern

Im Herbstsemester 2025 waren an den Luzerner Hochschulen insgesamt 14'687 Studierende immatrikuliert (ohne Weiterbildung/Doktorat). Die Hochschule Luzern (inkl. Standort Rotkreuz) ist mit 8'696 Studierenden die grösste tertiäre Bildungsinstitution im Kanton, gefolgt von der Universität Luzern (3'574 Pers.) und der Pädagogischen Hochschule Luzern (2'417 Pers.).

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Studierendenzahlen um knapp 700 Personen bzw. 5,0 Prozent zugenommen (HS 2024: 13'993 Pers.). An der Universität (+8,3%) und der Hochschule Luzern (+5,0%) sind die Studierendenzahlen unter anderem aufgrund neuer Angebote gestiegen. Währenddessen blieben die Studierendenzahlen an der Pädagogischen Hochschule (PH) annähernd stabil (+0,1%).

Studiengänge Pflege an der Hochschule Luzern legen markant zu

An der Hochschule Luzern waren im Herbstsemester 2025 am meisten Studierende am Departement Wirtschaft eingeschrieben (2'947 Pers., ohne Weiterbildung), gefolgt vom Departement Technik und Architektur (1'792 Pers.) und vom Departement Informatik (1'422 Pers.). Gegenüber dem Vorjahr am stärksten gewachsen ist das Departement Soziale Arbeit (984 Pers., +14,3%). Dies vor allem, weil im Studienbereich Pflege die Studierendenzahl von 36 auf 137 Personen markant angestiegen ist. Die Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge ab Herbstsemester 2024 erfolgte im Rahmen des Aufbaus des Bereichs Gesundheit.

An der Universität Luzern wiesen die Rechtswissenschaften am meisten Studierende auf (1'269 Pers., ohne Weiterbildung/Doktorat). Gegenüber dem Vorjahr stark gewachsen ist die Fachrichtung Sozialwissenschaften mit mittlerweile 630 Studierenden (+27,5%), vor allem wegen dem seit Herbstsemester 2024 angebotenen Studiengang Psychologie. Auch die Fachrichtung Medizin/Pharmazie hat weiter zugelegt (+13,4%). Diese beiden Entwicklungen sind massgeblich auf die noch jungen Fakultäten Verhaltenswissenschaften und Psychologie sowie Gesundheitswissenschaften und Medizin zurückzuführen.

An der Pädagogischen Hochschule Luzern wurden die Studiengänge für Lehrpersonen der Vorschul- und Primarschulstufe weiterhin am häufigsten besucht (900 Pers.). Der Studiengang für Lehrpersonen der Sekundarstufe I (726 Pers.) wurde am zweithäufigsten besucht, gefolgt vom Studiengang Heilpädagogik (442 Pers.).

Am meisten Doktorierende in Rechtswissenschaften und Humanmedizin

Im Herbstsemester 2025 zählte die Universität Luzern 539 Doktorierende. Die meisten von ihnen strebten ein Doktorat in Rechtswissenschaften (168 Pers.) oder Humanmedizin an (142 Pers.). Alle drei Luzerner Bildungsinstitutionen der Tertiärstufe A bieten zudem Weiterbildungsstudiengänge an. Statistisch berücksichtigt werden nur Studiengänge mit mindestens 60 ECTS-Kreditpunkten, primär Master of Advanced Studies (MAS). Im Herbstsemester 2025 befanden sich 729 Personen in einem solchen Studiengang.

Den grössten Zulauf verzeichneten die MAS-Studiengänge an der Hochschule Luzern (535 Pers.). Mit 363 eingeschriebenen Personen ist das Departement Wirtschaft am beliebtesten. An der Universität Luzern absolvierten insgesamt 132 Personen einen Weiterbildungsstudiengang. Die Pädagogische Hochschule Luzern zählte 62 Weiterbildungsstudierende. Diese besuchten einen MAS-Studiengang, beispielsweise Schulmanagement oder Integrative Förderung (in der obigen Tabelle zusammengefasst unter "Lehrkräfteausbildung allgemein").

41 Prozent der Luzerner Studierenden studierten an einer Luzerner Hochschule

Im Herbstsemester 2025 waren von den 9'452 Hochschulstudierenden (inkl. Weiterbildung/Doktorat), die vor Ausbildungsbeginn im Kanton Luzern wohnhaft gewesen waren, 41 Prozent an einer Luzerner Hochschule immatrikuliert, die restlichen 59 Prozent an einer Hochschule ausserhalb des Kantons. Im Vergleich zum Vorjahr besuchte ein leicht höherer Anteil das Studium im Wohnkanton (2024: 39%). Von den Universitätsstudenten/-innen wählten 21 Prozent die kantonseigene Universität. Für ein Fachhochschulstudium blieb über die Hälfte (55%) und für das Studium an einer pädagogischen Hochschule die grosse Mehrheit (73%) an einer Luzerner Hochschule.

Mehr Studierende an höheren Fachschulen, insbesondere in Pflege HF

7'758 Personen besuchten im Studienjahr 2025/26 eine Ausbildung der höheren Berufsbildung im Kanton Luzern. Davon studierten 3'870 Personen an einer höheren Fachschule, und 3'748 Personen besuchten Vorbereitungskurse auf eine Berufs- oder höhere Fachprüfung.

In der höheren Berufsbildung hat die Zahl der Studierenden im Studienjahr 2025/26 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,3 Prozent zugenommen. Die höheren Fachschulen verzeichneten eine Zunahme von 4,4 Prozent, wobei rund 100 Studierende mehr als im Vorjahr den Studiengang Pflege HF besuchen. Auch Vorbereitungskurse auf Berufsprüfungen wurden vermehrt belegt (+1,2%), während die Studierendenzahlen in Vorbereitungskursen zur höheren Fachprüfung stabil blieben. Bei Vorbereitungskursen auf Berufs- oder höhere Fachprüfungen sind Schwankungen üblich, da einige der Kurse nicht regelmässig angeboten werden. Ausserdem ist der Besuch eines Vorbereitungskurses keine Voraussetzung für die Prüfungszulassung.

An den höheren Fachschulen zählten im Studienjahr 2025/26 die Bildungsgänge Pflege HF (889 Pers.), Hotellerie und Gastronomie HF (647 Pers.) sowie Sozialpädagogik HF (376 Pers.) am meisten Studierende. Die merkliche Zunahme beim Bildungsgang "Hotellerie und Gastronomie HF" im Jahr 2019 (vgl. Grafik oben) hängt damit zusammen, dass ab diesem Jahr alle eingeschriebenen Studierenden erfasst werden, auch jene im Praktikum. Bei den Vorbereitungskursen auf eine Berufsprüfung wurden die Kurse für Strassenbaupolier/in EF (403 Pers.) und Polizist/in EF (360 Pers.) am häufigsten besucht. Bei den Vorbereitungskursen auf eine höhere Fachprüfung waren die Kurse für dipl. Bauleiter/in Hochbau (87 Pers.) die meistbesuchten. Berufsprüfungen führen zu einem eidgenössischen Fachausweis (EF) und höhere Fachprüfungen zu einem eidgenössischen Diplom (dipl.).

LUSTAT Statistik Luzern / 18. Juni 2026 / Autorin: Angela Kaufmann

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