Konjunktur 2. Quartal 2026 – Industrie

Keine Trendwende in der Luzerner Industrie in Sicht

20 Prozent der befragten Luzerner Industriebetriebe stuften Anfang Juli, nach Ende des 2. Quartals 2026, ihre Geschäftslage als "gut" ein und 26 Prozent als "schlecht" (Saldo: –5 Punkte). Gut die Hälfte (54%) bezeichnete die Lage als "befriedigend". Gegenüber dem Vorquartal (Saldo: 0 Punkte) hat sich die Geschäftslage in der Luzerner Industrie somit nur wenig verändert.

Auf Ebene Gesamtschweiz wurde die gegenwärtige Situation etwas positiver eingeschätzt als im Kanton Luzern: Unter dem Strich wurde von einer "guten" Lage gesprochen (Saldo: 12 Punkte).

Knapper Auftragsbestand und mangelnde Nachfrage bleiben ein Problem

Anfang Juli beklagten die befragten Luzerner Industrieunternehmen unter dem Strich erneut deutlich einen "zu kleinen" Auftragsbestand (Saldo: –33 Punkte), während in der Industrie schweizweit etwas öfter von einem "hohen" als von einem "zu kleinen" Auftragsbestand berichtet wurde (Saldo: 10 Punkte). Eine ungenügende Nachfrage wurde zudem sowohl im Kanton Luzern (55%) als auch gesamtschweizerisch (54%) von über der Hälfte der befragten Industrieunternehmen als Produktionshemmnis genannt. In der Luzerner Industrie bleiben damit sowohl die Auftrags- als auch die Nachfragelage prekär.

Keine klaren Anzeichen für einen Aufschwung erkennbar

Weiterhin fehlen klare Anzeichen für einen baldigen Aufschwung in der Luzerner Industrie: So erwarteten die befragten Betriebe Anfang Juli für die Zeit bis Ende Jahr insgesamt eine "unveränderte" Geschäftslage (Saldo: 9 Punkte). Auch gesamtschweizerisch wurde mit einer "unveränderten" Geschäftslage gerechnet (Saldo: 7 Punkte).

Die anhaltend hohen Preise für Erdöl scheinen sich auch in den erwarteten Preisentwicklungen für die Zeit bis Ende September niederzuschlagen: Wie schon drei Monate zuvor wurden Anfang Juli sowohl in der Luzerner Industrie als auch schweizweit steigende Einkaufspreise (Saldo LU: 32 Punkte, CH: 45 Punkte) und – etwas weniger ausgeprägt – steigende Verkaufspreise (Saldo: LU: 15 Punkte, CH: 21 Punkte) erwartet.

Im Kanton Luzern wurde in der Industrie Anfang Juli insgesamt knapp mit einer Reduktion des Personalbestands bis Ende September gerechnet (Saldo: –11 Punkte). Gesamtschweizerisch gingen die befragten Industrieunternehmen für denselben Zeitraum indes von einer unveränderten Beschäftigtenzahl aus (Saldo: –1 Punkt).

LUSTAT-Newsletter

Aktuelle Analysen, Daten und Erkenntnisse zum Kanton Luzern. Kompakt, verlässlich und direkt per E-Mail.