Konjunktur 1. Quartal 2025 – Industrie
Unveränderte Geschäftslage in der Luzerner Industrie
Von den Luzerner Industriebetrieben, die anfangs April 2025 an der KOF-Konjunkturumfrage teilnahmen, stuften 18 Prozent ihre Geschäftslage als "gut" und 24 Prozent als "schlecht" ein (Saldo: –6 Punkte). Die übrigen 58 Prozent bezeichneten die Lage als "befriedigend". Im Vergleich zur Umfrage im Januar, als 30 Prozent der Befragten eine "schlechte" und 24 Prozent eine "gute" Bewertung abgegeben hatten (Saldo: –6 Punkte), hat sich das Gesamturteil der Geschäftslage in der Luzerner Industrie somit unter dem Strich nicht verändert.
Auch gesamtschweizerisch veränderte sich die Geschäftslage in der Industrie kaum. Wie bereits drei Monate zuvor wurde sie insgesamt als "schlecht" beurteilt (Saldo: –13 Punkte).
Anhaltend geringe Auftragsbestände
Im April 2025 beklagten erneut viele Unternehmen einen "zu kleinen" Auftragsbestand (47%) während lediglich 2 Prozent von "grossen" Auftragsbeständen berichteten (Saldo: –45 Punkte). Auch schweizweit wurde verbreitet von "zu kleinen" Auftragsbeständen berichtet, unter dem Strich (Saldo: –31 Punkte) jedoch etwas weniger ausgeprägt als im Kanton Luzern. Die unbefriedigende Auftragslage hält sich zudem hartnäckig: So berichtet die Luzerner Industrie seit bald zwei Jahren (seit August 2023) per Saldo stets von einem "zu kleinen" Auftragsbestand.
Vor diesem Hintergrund erstaunt es auch nicht, dass der gegenwärtige Arbeitsvorrat vergleichsweise gering ausfällt: So war Anfang April die Produktion in der Luzerner Industrie im Schnitt für lediglich 2,8 Monate gesichert (CH: 5,2 Monate). Seit Anfangs 2017, als die Produktion in der Luzerner Industrie noch für 7,1 Monate gesichert war und damit innerhalb der letzten zehn Jahre einen Höchstwert erreicht hatte, ist zudem eine deutlich rückläufige Tendenz bei der Reichweite der Produktion zu beobachten.
Zunahme an Bestellungen und höhere Produktion erwartet
Die Luzerner Industriebetriebe erwarten für die Zeit bis September 2025 eine "unveränderte" Geschäftslage.
Positive Signale sind in den Erwartungen für die kommenden drei Monate erkennbar: Während die Befragten der Luzerner Industrie für das 2. Quartal 2025 von unveränderten Exporten ausgehen, erwarten sie sowohl steigende Bestellungseingänge als auch eine Ausweitung der Produktion. Damit sind die Befragten aus der Luzerner Industrie etwas optimistischer gestimmt als die Industriebetriebe schweizweit: Sowohl bezüglich Bestellungseingängen und Produktion als auch Exporten werden hier unter dem Strich keine Veränderungen erwartet.
Unterschiedlich fallen auch die Erwartungen zur Entwicklung des Personalbestands bis Ende des 2. Quartals aus: So wird im Kanton Luzern verbreiteter von einem unveränderten Personalbestand ausgegangen als in der Gesamtschweiz (LU: 88%; CH: 68%). Umgekehrt ist schweizweit der Anteil jener Industriebetriebe grösser, die einen Personalabbau erwarten (LU: 10%; CH: 22%). Während schliesslich im Kanton Luzern lediglich 2 Prozent der befragten Industriebetriebe mit einer Zunahme des Personalbestands rechnen, sind es in der Gesamtschweiz 10 Prozent.