Konjunktur 3. Quartal 2024 – Bau

Weiterhin gute Geschäftslage – wenn auch weniger ausgeprägt

44 Prozent der befragten Bauunternehmen beurteilten die Geschäftslage im Oktober 2024 als "befriedigend", 12 Prozent als "schlecht" und 44 Prozent als "gut". Mit dem daraus folgenden Saldo von 32 Punkten, welcher insgesamt eine "gute" Geschäftslage anzeigt, beurteilten die Luzerner Bauunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage weniger positiv als noch im Juli (Saldo: 66 Punkte). Die Beschäftigtenzahl wurde im Vergleich zum Vorquartal deutlich seltener als "zu niedrig" bewertet: Im Juli hatte der Saldo noch bei minus 59 Punkten gelegen, im Oktober lag er bei minus 14 Punkten und damit bereits relativ nah an einer "ausreichenden" Beschäftigtenzahl. Trotzdem bleibt der Mangel an Arbeitskräften das mit Abstand am häufigsten genannte Hemmnis für die Leistungserbringung; als solches wird es von 69 Prozent der befragten Unternehmen benannt. Der Auftragsbestand wird als "normal" beurteilt (Saldo: 0 Punkte) und liegt damit deutlich tiefer als noch im Juli (Saldo: 38 Punkte, "hoch"). Gleichzeitig wird von einer im Vorquartal gesunkenen Nachfrage berichtet (Saldo: −18 Punkte). Die Reichweite der Auftragsbestände hat von 6,7 Monaten im Juli auf 6,1 Monate im Oktober abgenommen.

Auf Ebene Gesamtschweiz wurde die Geschäftslage im Oktober per Saldo als "gut" beurteilt (Saldo: 38 Punkte). Diese Einschätzung blieb im Vergleich zum Vorquartal stabil (Saldo Juli: 37 Punkte). Die Beschäftigtenzahl wurde auf einem mit dem Kanton Luzern vergleichbaren Niveau als "zu niedrig" beurteilt (Saldo: −13 Punkte). Der Mangel an Arbeitskräften wurde schweizweit jedoch weniger verbreitet als Leistungshemmnis genannt (44% der befragten Unternehmen) als im Kanton Luzern.

Gleichbleibende Geschäftslage bei sinkender Nachfrage erwartet

Mehr als 7 von 10 Luzerner Bauunternehmen erwarten eine "unveränderte" Geschäftslage (72%) bis im März 2025. 13 Prozent gehen von einer Verbesserung und 15 Prozent von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus (Saldo: −2 Punkte). Die grosse Mehrheit der befragten Bauunternehmen (79%) geht von einer "unveränderten" Beschäftigtenzahl bis im Dezember aus. Bei den restlichen befragten Unternehmen überwiegen diejenigen, die eine Zunahme der Beschäftigtenzahl erwarten (17%), diejenigen, die von einer Abnahme der Beschäftigtenzahl ausgehen (4%). Mit einem Saldo von 13 Punkten erwartet das Baugewerbe entsprechend knapp eine Zunahme der Beschäftigtenzahl. Gleichzeitig gehen die befragten Bauunternehmen von einer sinkenden Nachfrage (Saldo: −21 Punkte) und von einer sinkenden Bautätigkeit (−16 Punkte) bis im Dezember aus.

Auf Ebene Gesamtschweiz gehen die befragten Bauunternehmen von einer "unveränderten" Geschäftslage bis im März 2025 aus (Saldo: −5 Punkte). "Gleichbleibend" bis im Dezember wird zudem die Beschäftigtenzahl (Saldo: −6 Punkte), die Nachfrage (−8 Punkte) und die Bautätigkeit (−9 Punkte) erwartet.

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