Finanzen, Politik und Verwaltung
Wie beurteilt die Stadtbevölkerung das Ausgabenverhalten der Stadt? Welche Informationskanäle der Stadtverwaltung nutzt sie? Möchte sich die Bevölkerung bei städtischen Projekten stärker einbringen?
Mehrheit ist mit heutigem Leistungsniveau zufrieden
Die Mehrheit der Stadtluzerner/innen ist der Meinung, die Stadt solle ihr heutiges Leistungsniveau aufrechterhalten (59%). 30 Prozent wünschen, dass die Stadt die Leistungen ausbaut, auch wenn dies mehr kostet. 11 Prozent geben an, die Stadt solle Leistungen abbauen.
Frauen und jüngere Personen unter 55 Jahren möchten häufiger, dass die Stadt ihre Leistungen ausbaut. Männer und Personen ab 55 Jahren geben häufiger an, die Stadt solle Leistungen abbauen.
Gut die Hälfte wünscht sich mehr Ausgaben für Klima und Energie
Mit dem Ausgabenniveau am häufigsten einverstanden ist die Stadtluzerner Bevölkerung in den Bereichen Wirtschaft sowie öffentliche Sicherheit (60 bzw. 59%). Am tiefsten ist die Zustimmung mit dem aktuellen Ausgabenniveau in den Bereichen Soziales und Gesundheit sowie Klima und Energie (44 bzw. 38%).
Eine Senkung der Ausgaben wünschen sich die Stadtluzerner/innen am häufigsten im Bereich Wirtschaft (23%). Mehrausgaben wünschen sie sich dagegen am häufigsten im Bereich Klima und Energie: 52 Prozent geben an, die Stadt solle dafür mehr ausgeben. Etwas weniger als die Hälfte wünscht sich zudem Mehrausgaben in den Bereichen Soziales und Gesundheit sowie Bildung, Kultur und Sport (47 bzw. 46%).
Frauen, Personen im Alter bis zu 54 Jahren und Personen mit hohem Bildungsniveau möchten für Klima und Energie häufiger mehr Geld ausgeben als ihre jeweiligen Vergleichsgruppen.
Ausländer/innen haben häufiger Interesse an Mitwirkung bei städtischen Projekten
45 Prozent der Stadtbevölkerung könnten sich vorstellen, bei städtischen Projekten mitzuwirken. Die übrigen Personen würden diese Möglichkeit teilweise, eher nicht oder gar nicht nutzen.
Die Bereitschaft, an städtischen Projekten mitzuwirken, ist in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich hoch. So würden laut ihren eigenen Angaben Männer Mitwirkungsmöglichkeiten häufiger nutzen als Frauen. Ausländer/innen geben deutlich häufiger an, Interesse an entsprechender Mitwirkung zu haben, als Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Auch das Bildungsniveau spielt eine Rolle: So geben Personen mit einem Bildungsabschluss auf Tertiärstufe deutlich häufiger an, an einer Mitwirkung interessiert zu sein, als Personen mit anderen Bildungsabschlüssen. 65-Jährige und Ältere haben seltener Interesse an der Teilhabe an städtischen Projekten als jüngere Personen.
Analoge Kommunikationsmittel werden weiterhin gewünscht
Die Stadt Luzern nutzt verschiedene Kanäle, um die Bevölkerung über ihre Aktivitäten zu informieren. Am häufigsten wird das Stadtmagazin, die Informationszeitung für Einwohner/innen der Stadt Luzern, genutzt: 49 Prozent der Stadtbevölkerung informieren sich (unter anderem) über das Stadtmagazin. 39 Prozent konsultieren die Website der Stadt Luzern, 22 Prozent informieren sich (unter anderem) via Social-Media-Kanäle der Stadt Luzern. 23 Prozent der Stadtbevölkerung nutzen keine der aufgeführten Informationskanäle. Die jüngste Altersgruppe (bis 24 Jahre) gibt überdurchschnittlich häufig an, keinen der Informationskanäle zu nutzen (53%).
Um im Bedarfsfall mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten, würden die Stadtluzerner/innen am häufigsten den Weg via Website (63%) oder E-Mail (58%) nutzen. 46 Prozent würden (unter anderem) per Telefon mit der Verwaltung kommunizieren. Das persönliche Gespräch am Schalter oder die Stadt-App wären für 24 bzw. 19 Prozent die bevorzugte Lösung. An einer Kommunikation via Brief oder SMS/Messenger-App sind 9 Prozent der Personen interessiert. Die Kommunikation via Website, E-Mail oder Telefon wird von allen Altersgruppen favorisiert.
3 von 4 Personen nutzen digitale Dienstleistungen der Stadtverwaltung
Den Luzerner/innen stehen verschiedene digitale Dienstleistungen der Stadtverwaltung zur Verfügung. Beispielsweise kann auf digitalem Weg ein Dokument der Bevölkerungsdienste bestellt oder die Fristverlängerung für die Steuererklärung beantragt werden.
77 Prozent der Bevölkerung nutzen mindestens einmal im Jahr eine digitale Dienstleistung der Stadtverwaltung. 23 Prozent nutzen keine digitalen Dienstleistungen. Am häufigsten begründen letztere Personen das damit, keinen Bedarf an Dienstleistungen der Stadt zu haben (51%) oder lieber persönlich, telefonisch oder schriftlich mit der Stadtverwaltung zu kommunizieren (16%).
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