Erhebungen und Datenquellen

Es wurden 11 Erhebungen und Quellen gefunden.

Eidgenössische Volkszählung (VZ) - Mobilität und Verkehr

Die eidgenössische Volkszählung wurde bis ins Jahr 2000 alle zehn Jahre als landesweite Vollerhebung durchgeführt. Dabei wurden unter anderem statistische Informationen zu den Pendlerinnen und Pendler sowie zu den von ihnen benutzten Verkehrsmittel erhoben.

Management-Informationssystem Strasse und Verkehr (MISTRA)

Gesamtschweizerisch werden die Daten zu allen Unfällen auf öffentlichen Strassen und Plätzen mit Sach- oder Personenschaden einheitlich erhoben. Seit dem Jahr 2011 ist das Bundesamt für Strassen (ASTRA) für diese Statistik verantwortlich. Das Strassenverkehrsunfall-Register des ASTRA enthält alle polizeilich registrierten Unfälle, den beteiligten Objekten (Fussgänger/innen und Fahrzeuge) sowie den verunfallten Personen. Das Register ist integrativer Bestandteil des Managementinformationssystems Strasse und Strassenverkehr (MISTRA). Nicht enthalten sind einzig Unfälle, bei denen ausschliesslich Fussgängerinnen oder Fussgänger beteiligt sind (zum Beispiel Ausgleiten). Die Luzerner Polizei erfasst sämtliche Unfälle auf dem Kantonsgebiet und hat diese dem ASTRA zu melden.

Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV)

Seit 1974 werden in der Schweiz  vom Bundesamt für Statistik (BFS) und vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) alle fünf Jahre statistische Erhebungen zum Verkehrsverhalten der Bevölkerung durchgeführt. Ziel ist, die vielfältigen Aspekte der Mobilität in ihrem Zusammenhang zu erfassen und Entscheidungsgrundlagen für die Politik bereitzustellen. Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV) ist seit 2010 integrierter Bestandteil der neuen eidgenössischen Volkszählung.

Der Kanton Luzern hat die Stichprobe für das Kantonsgebiet aufstocken lassen, um vertiefte Analysen auf kantonaler Ebene zu ermöglichen. In der Befragung wurden folgende Merkmale erfasst: Soziodemografische Daten, Besitz von Fahrzeugen, Fahrausweisen und ÖV-Abonnementen, tägliches Verkehrsaufkommen (Anzahl Wege, Zeitaufwand, Distanzen, Verkehrszwecke und Verkehrsmittelbenutzung), Sondermobilität (Tagesausflüge, Reisen mit Übernachtungen), Langsamverkehr und Einstellungen zur Verkehrspolitik der Schweiz.

Öffentlicher Verkehr

Die Statistiken des Tarifverbundes Luzern, Ob- und Nidwalden, des Verkehrsverbundes Luzern, der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) und der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees werden direkt bei den jeweiligen Betrieben erhoben.

Reise- und Verkehrsverhalten der schweizerischen Bevölkerung

Mehrere Erhebungen der öffentlichen Statistik beschäftigen sich mit dem Reise- und Verkehrsverhalten der schweizerischen Bevölkerung.

Im Rahmen der Haushaltsbudgeterhebung (HABE) des BFS wird seit 2008 jährlich ein Teil der schweizerischen Wohnbevölkerung über ihr Reiseverhalten befragt (Zweck der Reise, gewähltes Verkehrsmittel, Tagesausgaben usw.). Erfasst werden Privat- und Geschäftsreisen mit oder ohne Übernachtung im In- und Ausland. Vergleichbare frühere Erhebungen liegen für die Jahre 1998 und 2003 vor.

Seit 1974 führen das BFS und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) den Mikrozensus Mobilität und Verkehr durch. Diese Stichprobenbefragung zu verschiedenen Aspekten der Mobilität wie Tagesdistanzen, Unterwegszeiten usw., beinhaltete im Jahr 2000 erstmals Fragen zu längeren Reisen mit mindestens einer Übernachtung ausserhalb des Wohnorts.

Das BFS gibt in seiner Statistik des öffentlichen Verkehrs jährlich einen Überblick über die Aktivitäten der eidgenössisch konzessionierten Transportunternehmen. Aussagen werden darin unter anderem zu den beförderten Personen gemacht. Da verschiedene Transportdienstleistungen des öffentlichen Verkehrs touristischen Zwecken dienen, sind die Resultate dieser Statistik für den Tourismussektor von Bedeutung.

Statistik der Strassenverkehrsunfälle

Gesamtschweizerisch werden die Daten zu allen Unfällen auf öffentlichen Strassen und Plätzen mit Sach- oder Personenschaden einheitlich erhoben. Bis zum Jahr 2010 lag die Federführung der Strassenverkehrsunfall-Statistik beim BFS. Seit dem Jahr 2011 ist das Bundesamt für Strassen (ASTRA) für diese Statistik verantwortlich. Das Strassenverkehrsunfall-Register des ASTRA enthält alle polizeilich registrierten Unfälle und ist integrativer Bestandteil des Managementinformationssystems Strasse und Strassenverkehr (MISTRA). Nicht enthalten sind einzig Unfälle, bei denen ausschliesslich Fussgängerinnen oder Fussgänger beteiligt sind (zum Beispiel Ausgleiten). Die Luzerner Polizei erfasst sämtliche Unfälle auf dem Kantonsgebiet und hat diese dem ASTRA zu melden.

Statistik des öffentlichen Verkehrs (Oev)

Die Statistik des öffentlichen Verkehrs (OeV) des BFS gibt jährlich einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der in der Schweiz aktiven Transport- und Infrastrukturunternehmen des öffentlichen Verkehrs. Aussagen werden darin unter anderem zu Infrastruktur, Fahrzeugen, Betriebs- und Verkehrsleistungen gemacht. Die Statistik beinhaltet die Verkehrsmittel Eisenbahnen, Zahnradbahnen, Tram, Trolleybusse, Autobusse, Standseilbahnen, Luftseilbahnen und öffentliche Personenschiffe. Bei der Erhebung handelt es sich um eine Vollerhebung bei ca. 400 Betrieben. Die Teilnahme ist obligatorisch.

Strassenfahrzeugstatistik

Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt jährlich eine Statistik über den Strassenfahrzeugbestand in der Schweiz. Grundlage dafür bildet die Datenbank der eidgenössischen Fahrzeugkontrolle. Stichtag ist jeweils der 30. September. Es werden alle immatrikulierten zivilen Fahrzeuge von Halterinnen und Haltern mit Wohnsitz in der Schweiz berücksichtigt.

Strassenverkehrszählung

Bis im Jahr 2005 führte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) im Abstand von fünf Jahren die Schweizerische Strassenverkehrszählung (SSVZ) durch. 2005 wurde diese vollständig durch die Schweizerische automatische Strassenverkehrszählung (SASVZ) des ASTRA abgelöst. Bei dieser Dauererhebung des motorisierten Verkehrsvolumens werden automatische Registriergeräte eingesetzt. Sie differenzieren nach Fahrzeugkategorien differenzieren und stehen das ganze Jahr im Einsatz. Das fortlaufend erweiterte Netz der SASVZ umfasst zurzeit rund 400 permanente Zählstellen. Das fortlaufend erweiterte und modernisierte Netz der SASVZ umfasst zurzeit 516 Zählstellen (Stand: März 2015).

Strukturerhebung (SE)

Die Strukturerhebung (SE) wird seit 2010 jährlich im Rahmen des neuen eidgenössischen Volkszählungssystems realisiert. Es handelt sich um eine schriftliche Stichprobenbefragung des Bundesamts für Statistik, in der mit Stichtag 31. Dezember schweizweit Informationen bei Personen ab 15 Jahren zu den Themen Bevölkerung, Haushalte, Familie, Wohnen, Arbeit, Pendlermobilität, Bildung, Sprache und Religion erhoben werden. Die Stichprobe des BFS umfasst in ihrer Basisversion schweizweit rund 200'000 Personen. Verschiedene Kantone und Städte – so auch der Kanton Luzern – haben die Stichprobe für ihr Gebiet aufstocken lassen, um den Detaillierungsgrad der Analysen sowohl in regionaler als auch in inhaltlicher Hinsicht zu erhöhen. Der tatsächliche Stichprobenumfang der SE vergrössert sich dadurch deutlich. An den bisherigen Erhebungen nahmen jeweils rund 300'000 Personen teil. Die SE stützt sich auf den zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff. Das heisst, die befragten Personen werden jener Gemeinde zugeteilt, in der ihre Schriften hinterlegt sind und in der sie ihre Steuern entrichten.

Touristisch bedeutsame Statistiken

Anhand der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des BFS können Struktur und Entwicklung der Arbeitsstätten und Beschäftigten im Wirtschaftszweig Gastgewerbe analysiert werden. Das Gastgewerbe umfasst, neben den Beherbergungsbetrieben auch Restaurants und andere Gaststätten.

Das BFS gibt in seiner Statistik des öffentlichen Verkehrs jährlich einen Überblick über die Aktivitäten der eidgenössisch konzessionierten Transportunternehmen. Da verschiedene Transportdienstleistungen des öffentlichen Verkehrs nicht zuletzt touristischen Zwecken dienen, sind die Resultate dieser Statistik für den Tourismussektor von Bedeutung.

Die KOF-Konjunkturumfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich liefert unter anderem aussagekräftige Informationen über Entwicklungstendenzen der Hotels und Gaststätten. Die Umfrage basiert auf monatlichen oder vierteljährlichen Befragungen leitender Branchenpersönlichkeiten, unter anderem auch des Gastgewerbes. Für den Kanton Luzern werden die Stichproben unter anderem im Gastgewerbe aufgestockt, wodurch aussagekräftige Ergebnisse für den Kanton ermittelbar werden.