Gemeindetypologien

Agglomeration und urbaner Raum 2012

Im Rahmen des Projekts Agglosuisse hat das Bundesamt für Statistik (BFS) 2014 eine wissenschaftlich fundierte Agglomerationsdefinition erarbeitet – die urbane Entwicklung in der Schweiz hatte eine Überarbeitung der statistischen Definition der Agglomerationen und des urbanen Raums nötig werden lassen. In der Publikation „Raum mit städtischem Charakter 2012. Erläuterungsbericht“ finden sich die Projektergebnisse veröffentlicht. Der Raum mit städtischem Charakter 2012 umfasst neben Agglomerationskern- und Agglomerationsgürtelgemeinden zwei weitere Raumkategorien mit städtischem Charakter: mehrfach orientierte Gemeinden sowie Kerne ausserhalb von Agglomerationen. Die Zuteilung der Gemeinden der Schweiz erfolgt nach einheitlich festgelegten Kriterien (im Wesentlichen Bevölkerungs- bzw. Arbeitsplatzdichte, baulicher Zusammenhang, Mindestanzahl von Einwohner/innen und Pendlerströme).

Agglomeration Luzern (Definition 2012)

Zur Agglomeration Luzern zählen gemäss der Definition des Raums mit städtischem Charakter 19 Gemeinden.

Es sind dies die 10 Kerngemeinden Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Meggen, Rothenburg und die Stadt Luzern als Kernstadt sowie die 9 Gürtelgemeinden Eschenbach, Hergiswil (NW), Hildisrieden, Inwil, Malters, Neuenkirch, Rain, Schwarzenberg und Udligenswil.

Gemeindetypologie 2012

Die Gemeindetypologie 2012 des Bundesamts für Statistik (BFS) dient als erklärende Gliederung der Untersuchung räumlich ausgeprägter Phänomene. Sie löst die in den 1980er-Jahren entwickelte und im Anschluss an die Eidgenössische Volkszählung 2000 leicht angepasste Gemeindetypologie 2000 ab. Die Gemeindetypologie 2012 beruht auf dem gleichen Modell wie die Definition des BFS zum Raum mit städtischem Charakter 2012, welche sowohl morphologische (Dichte) wie auch funktionale Kriterien (Pendlerbewegungen) berücksichtigt. Sie umfasst 9 beziehungsweise 25 Kategorien. Während die 9 Kategorien sich in Dichte-, Grösse- und Erreichbarkeitskriterien unterscheiden, teilen sich die 25 Kategorien nach sozioökonomischen Kriterien auf. Die Zugehörigkeiten werden rund alle zehn Jahren geprüft und gegebenenfalls neu berechnet. Die Gemeindestände werden jährlich nachgeführt.

Regionale Entwicklungsträger (RET)

Die regionalen Entwicklungsträger dienen als Kompetenzzentren, die in erster Linie kommunale Aufgaben übernehmen, bei denen eine überkommunale Zusammenarbeit erforderlich oder zweckmässig und von den Gemeinden gewünscht ist. Daneben können sie auch Aufgaben wahrnehmen, die ihnen der Kanton überträgt.