Definitionen

Es wurden 77 Definitionen gefunden.

(Gemeinde-)Steuern, ordentliche

Einkommens- und Vermögenssteuern inklusive Quellensteuern, Kapital- und Gewinnsteuern, Nachsteuern und Steuerstrafen sowie Eingänge abgeschriebener Steuern.

Abschreibungen

Abschreibungen sind Vermögensverminderungen durch buchmässigen Aufwand. Sie dienen dazu, Investitionskosten und Aufwandüberschüsse auf mehrere Jahre zu verteilen, Wertminderungen zu berücksichtigen und eine angemessenen Selbstfinanzierung sicherzustellen. Die ordentlichen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen sind abhängig von der Nutzungsdauer der abzuschreibenden Objekte und verbindlich festgelegt. Darüber hinaus dürfen zusätzliche Abschreibungen getätigt werden, wenn sie entweder budgetiert waren oder wenn die Stimmberechtigten diese anlässlich des Rechnungsabschlusses beschliessen.

Absolute Steuerkraft

Steuerertrag einer Einheit, das heisst Gesamtertrag der ordentlichen Gemeindesteuern (ohne Nachsteuern und Steuerstrafen sowie Eingänge abgeschriebener Steuern), dividiert durch den Gemeindesteuerfuss. Die Quellensteuern sind dem Bezugsjahr zugeordnet und nicht dem Jahr der Auszahlung an die Gemeinden.

Artengliederung

Gliederung der Verwaltungsrechnung gemäss dem Kontenrahmen der öffentlichen Haushalte

Beiträge für eigene Rechnung

Eingehende Beiträge, die für die Gemeinden bzw. den Kanton selbst bestimmt sind und deren Verwendung zweckgebunden ist.

Beschränkt Steuerpflichtige natürliche Personen

Steuerpflichtige Personen einer Gemeinde mit Wohnsitz ausserhalb der Gemeinde.

Besitz- und Aufwandsteuern

Unter diesen Begriff fallen in den Gemeinderechnungen Billett- und Hundesteuern (früher auch Forststeuern); in der Kantonsrechnung die Motorfahrzeugsteuern sowie übrige Besitz- und Aufwandsteuern wie Beherbergungsabgaben und Schifffahrtssteuern.

Bestandesrechnung / Bilanz / Bilanzfehlbetrag

Die Bestandesrechnung – bzw. beim Kanton ab 2011 die Bilanz – beziffert das Vermögen (Aktiven), die Verbindlichkeiten (Fremdkapital) und das Eigenkapital des Gemeinwesens. Durch Eigenkapital nicht abgedeckte Aufwandüberschüsse der Laufenden Rechnung bzw. Erfolgsrechnung werden bei den Gemeinden als Bilanzfehlbetrag aktiviert.

Besteuerungsform von juristischen Personen

Kapitalgesellschaften und Genossenschaften werden vom Kanton, der Gemeinde und der Kirchgemeinde besteuert. Der Gewinn und das Kapital werden mit einer proportionalen Steuer belegt. Falls aufgrund dieser Berechnung die ordentlichen Gewinn- und Kapitalsteuern den Minimalsteuerbetrag nicht erreichen, werden die im Kanton Luzern gelegenen Grundstücke dieser Kapitalgesellschaften und Genossenschaften belastet. Für reine und gemischte Holdinggesellschaften, aber auch für Domizil- und Verwaltungsgesellschaften gelten besondere Regeln.

Durchlaufende Beiträge

Beiträge, die eine Gemeinde bzw. der Kanton von anderen Gemeinwesen zugunsten Dritter erhält und an diese weitergeben muss. In der Gemeindefinanzstatistik werden sie im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Siehe auch: Konsolidierung

Eigene Beiträge

Nichtrückzahlbare Leistungen aus eigenen Mitteln für Konsumzwecke, bei denen der Empfänger keine direkte Gegenleistung erbringt. Dazu gehören namentlich Betriebs- und Defizitbeiträge sowie Sozialleistungen.

Eigenkapital

Eigenkapital entsteht in der Regel durch Ertragsüberschüsse. Es dient als zweckgebundene Reserve zur Deckung allfälliger zukünftiger Verpflichtungen oder Aufwandüberschüsse.

Entgelte

Erträge aus Leistungen und Lieferungen, die der Kanton bzw. eine Gemeinde für Dritte erbringt, ferner die Ersatzabgaben, die Erträge aus Bussen, Rückerstattungen von Privaten und Eigenleistungen für Investitionen.

Entschädigungen an Gemeinwesen

Entschädigung an ein Gemeinwesen (Bund, Kanton, Gemeinden und Gemeindeverbände), das für ein anderes ganz oder teilweise eine Aufgabe erfüllt, die einem öffentlichen Zweck dient und nach der gegebenen Aufgabenteilung Sache des eigenen Gemeinwesens ist.

Erfolgsrechnung

Die Laufende Rechnung des Kantons wird seit 2011 als Erfolgsrechnung bezeichnet.

Finanzierungsüberschuss/-fehlbetrag

Selbstfinanzierung abzüglich Nettoinvestitionen. Finanzierungsüberschüsse sind für Verwaltungsinvestitionen nicht benötigte Mittel der Rechnungsperiode, die zum Beispiel für Schuldenrückzahlung oder für Anlagen verwendet werden können. Finanzierungsfehlbeträge zeigen einen Fremdkapitalbedarf auf.

Finanzvermögen

Vermögenswerte, die ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Aufgabenerfüllung veräussert werden können.

Fremdkapital

Das Fremdkapital setzt sich zusammen aus öffentlichen Schulden, Rückstellungen, transitorischen Passiven, verwalteten Geldern und Verpflichtungen für Sonderrechnungen.

Funktionale Gliederung

Gliederung der Verwaltungsrechnung nach Aufgabengebieten gemäss harmonisiertem Rechnungsmodell.

Geldfluss

Die Geldflussrechnung unterscheidet den Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit (in der Privatwirtschaft auch als operativer Cash Flow bezeichnet), den Geldfluss aus Investitionstätigkeit und den Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit. Die drei Grössen ergeben per Saldo die Zu-oder Abnahme der flüssigen und geldnahen Mittel. Die Geldflussrechnung berücksichtigt alle geldwirksamen Einnahmen und Ausgaben – dies im Gegensatz zur Erfolgsrechnung, die auch nichtgeldwirksame Aufwendungen und Erträge (Abschreibungen, transitorische Abgrenzungen usw.) enthält.

Geldfluss-Investitions-Verhältnis

Die Kennzahl setzt den Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit ins Verhältnis zum Geldfluss aus Investitionstätigkeit ins Verwaltungsvermögen. Sie sagt somit aus, welcher Anteil der für die Aufgabenerfüllung notwendigen Investitionen aus selbst erwirtschafteten Geldmitteln finanziert werden kann.

Gemeindezuschüsse

Beiträge für eigene, in der Verwaltungsrechnung der Gemeinde integrierte Anstalten. Sie haben den Charakter einer internen Verrechnung und werden als solche behandelt. Siehe auch Konsolidierung.

Gewinn- bzw. Einkommenssteuer

Auf dem Gewinn beziehungsweise auf dem Einkommen zu entrichtende ganze Jahressteuer.

Haupteinnahmequelle

Die Einkommensart richtet sich bei mehreren Einkommensquellen nach derjenigen Quelle, über die im betreffenden Jahr das grösste Einkommen erzielt wurde.

Horizontaler Finanzausgleich

Beiträge der finanzstärkeren Gemeinden an den Ressourcenausgleich. Die horizontale Abschöpfung erfolgt als Prozentsatz des über dem kantonalen Mittel liegenden Ressourcenpotenzials pro Einwohner/in.

Interne Verrechnungen

Gutschriften/Belastungen zwischen Dienststellen (Gemeinden) bzw. Buchungskreis (Kanton) desselben Rechnungskreises.

Siehe auch: Konsolidierung

Investitionsausgaben und -einnahmen

Investitionsausgaben sind Ausgaben für den Erwerb, die Erstellung und die Verbesserung dauerhafter Vermögenswerte. Unter den Begriff fallen auch die einmaligen Beiträge an Investitionen Dritter sowie Darlehen und Beteiligungen im Rahmen der öffentlichen Aufgabenerfüllung. Investitionseinnahmen sind alle Leistungen Dritter zur Finanzierung der Investitionsausgaben. Jede Übertragung vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen gilt als Investitionsausgabe, umgekehrt als Investitionseinnahme.

Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung erfasst jene Ausgaben und Einnahmen, die im Zusammenhang mit der Schaffung von Vermögenswerten für öffentliche Zwecke stehen. Jede Übertragung vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen gilt als Investition und ist Gegenstand der Investitionsrechnung.

Juristische Personen

Als juristische Personen gelten unter anderem Kapital-, Holding-, Domizil-, Verwaltungsgesellschaften, Genossenschaften, Vereine und Stiftungen.

Kapital- bzw. Vermögenssteuer

Auf dem Kapital bzw. Vermögen zu entrichtende ganze Jahressteuer.

Kapitaldienst

Nettozinsaufwand zuzüglich (bei den Gemeinden: ordentliche) Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen.

Kapitaldienstanteil

Kapitaldienst in Prozent des konsolidierten laufenden Ertrags.

Kinder (Steuerstatistik)

Nicht erwerbstätige Kinder unter 18 Jahren sowie die in beruflicher Ausbildung stehenden Kinder (steuerabzugsberechtigte Kinder).

Konsolidierung / Konsolidierter laufender Aufwand und Ertrag

In der Gemeindefinanzstatistik bezeichnet Konsolidierung die Ausschaltung interner Transaktionen innerhalb eines Gemeinwesens bzw. innerhalb einer Gruppe von Gemeinwesen. Die Konsolidierung erfolgt grundsätzlich durch den Abzug der Transferzahlungen beim Empfänger.

Dabei werden vom Bruttoaufwand bzw. Bruttoertrag die Gemeindezuschüsse, durchlaufende Beiträge, Einlagen in bzw. Entnahmen aus Spezialfinanzierungen und interne Verrechnungen abgezogen. Intern verrechnete Gutschriften werden dabei als Aufwandminderung und nicht als Ertrag behandelt, das heisst, sie werden einerseits vom Aufwand der die Gutschrift empfangenden Funktion abgezogen, andererseits beim Ertrag ausser Acht gelassen. Auf Regions- und Kantonsebene werden in der Gemeindefinanzstatistik zusätzlich Beiträge und Rückerstattungen von Gemeinden abgezogen.

Beim Kanton bezeichnet die Konsolidierung einen anderen Vorgang. Die Jahresrechnungen von Kernverwaltung, Universität Luzern, LUSTAT Statistik Luzern, Luzerner Kantonsspital, Luzerner Psychiatrie, Verkehrsverbund Luzern und Pädagogische Hochschule werden dabei so dargestellt, als ob es sich um eine einzige Einheit handeltet. Dazu werden die Abschlüsse addiert und anschliessend die Transaktion zwischen den einzelnen Einheiten eliminiert. Die Beteiligung an der Luzerner Kantonalbank wird nach der Equity-Methode bewertet. 

Kurzfristige Schulden

Kontokorrent-Schulden und kurzfristige Darlehen zur Überbrückung von vorübergehenden Liquiditätsengpässen.

Lang- und mittelfristige Schulden

Lang- und mittelfristige Schulden zur Finanzierung der Investitionsrechnung und des Finanzvermögens.

Lastenausgleich

Finanzieller Ausgleich für Gemeinden, die durch topografische Lasten oder durch besondere soziodemografische Verhältnisse in den Bereichen Bildung, Soziales oder Infrastruktur übermässig belastet sind.

Laufende Rechnung

Die Laufende Rechnung entspricht der Erfolgsrechnung im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen. Sie enthält unter anderem die Zahlungen an Dritte für die laufende Aufgabenerfüllung (Konsumausgaben) und die Abschreibungen. Dem Aufwand wird der Ertrag gegenübergestellt. Der Saldo ergibt den Aufwand- oder den Ertragsüberschuss. Die Laufende Rechnung des Kantons wird seit 2011 als Erfolgsrechnung bezeichnet.

Nettobelastung

Aufwand abzüglich direkt zuordenbare Erträge.

Nettoinvestitionen

Saldo zwischen Investitionsausgaben und -einnahmen.

Nettoschuld

Saldo zwischen Fremdkapital und Finanzvermögen (Kanton: ohne passivierte Investitionsbeiträge)

Nettovermögenserträge

Vermögenserträge abzüglich Passivzinsen, Buchgewinne auf Anlagen des Finanzvermögens und Aufwand für Liegenschaften des Finanzvermögens.

Nettozinsaufwand

Passivzinsen und Aufwand für Liegenschaften des Finanzvermögens abzüglich Vermögenserträge (ohne Buchgewinne auf Anlagen des Finanzvermögens).

Passivzinsen

Zinsen für die Inanspruchnahme fremder Mittel

Personalaufwand

Aufwand für Entlöhnung, Versicherung, Anwerbung, Ausbildung, Information, Naturalleistungen, Zulagen, Vergünstigungen jeglicher Art an Behördenmitglieder und das aktive Personal und temporäre Arbeitskräfte sowie Renten, Ruhegehälter und Teuerungszulagen an Pensionierte, für deren Lohnzahlungen das Gemeinwesen zuständig war.

Personengesellschaften

Einfache Gesellschaften, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften. Bei diesen Gesellschaften werden das Einkommen und das Vermögen bestimmt und den einzelnen Teilhaberinnen und Teilhabern anteilmässig zugerechnet.

Pflegefinanzierung: Bruttobelastung der Gemeinden (Restkosten)

Die Bruttobelastung der Gemeinden (laufende Rechnung) im Rahmen des Betreuungs- und Pflegegesetzes werden als Restkosten der Pflegefinanzierung bezeichnet: Funktionen 410/415 (stationäre Pflege) und 440/445 (ambulante Pflege), Kontenarten 362–365, Laufnummer 01 (Langzeitpflege) und Laufnummer 02 (Akut-/Übergangspflege) gemäss Gemeindefinanzstatistik.

Rechtsform

Das Obligationenrecht regelt die in der Schweiz zulässigen Rechtsformen von der einfachen Gesellschaft bis zur Genossenschaft (OR 23.-29. Titel). Geregelt werden die Mitgliedschaftsform, Haftungsformen, die Statutenpflicht und Weiteres.

Regalien und Konzessionen

Erträge aus Stromlieferungen, Taxi- und Kinokonzessionen, Patenten, Markt-, Plakatgebühren etc.

Reineinkommen

Differenz zwischen Gesamteinkünften (Einkünfte aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit, Einkünfte aus den Sozialversicherungen usw.) und den Gesamtabzügen (Berufsauslagen, Schuldzinsen, Versicherungsabzüge usw.) ohne Sozialabzüge. Werden vom Reineinkommen die Sozialabzüge (Kinder-, Fremdbetreuungs- und Unterstützungsbeiträge) abgezogen, erhält man das steuerbare Einkommen.

Reinvermögen

Differenz zwischen dem Gesamtvermögen (bewegliches Privatvermögen, Liegenschaften usw.) und den Schulden. Zieht man vom Reinvermögen die Steuerfreibeträge ab (100'000 Franken für Verheiratete und 50'000 Franken für die übrigen Steuerpflichtigen), erhält man das steuerbare Vermögen.

Relative Steuerkraft

Absolute Steuerkraft pro Einwohner/in (mittlere Wohnbevölkerung).

Ressourcenausgleich

Mit dem Ressourcenausgleich wird den Gemeinden im Rahmen des Luzerner Finanzausgleichs ein Grundbetrag an nicht zweckgebundenen Finanzmitteln gewährleistet (Mindestausstattung). Der Ressourcenausgleich wird aufgrund des Ressourcenpotenzials der einzelnen Gemeinden und ihrer Einwohnerzahl festgelegt. Beiträge erhalten Gemeinden deren Ressourcenpotenzial die Mindestausstattung nicht erreicht. Die Mindestausstattung wird zu drei Vierteln durch den Kanton und zu einem Viertel durch die Gemeinden aufgebracht (horizontaler Finanzausgleich).

Ressourcenindex

Der Ressourcenindex ergibt sich aus dem Verhältnis des Ressourcenpotenzials pro Kopf der Bevölkerung zum gesamtkantonalen Mittel, das gleich 100 gesetzt wird.

Ressourcenpotenzial (kantonaler Finanzausgleich)

Das Ressourcenpotenzial der Gemeinden dient der Festlegung des Ressourcenausgleichs im Rahmen des Finanzausgleichs. Es umfasst folgende Ertragsquellen: die ordentlichen Gemeindesteuern bei mittlerem Steuerfuss (ohne Eingänge abgeschriebener Steuern), die Gemeindeanteile an der Personal-, Liegenschafts-, Grundstückgewinn-, Handänderungs-, Erbschafts- und Schenkungssteuer (ohne Nachkommenserbschaftssteuer), 50 Prozent der Regalien und Konzessionserträge, die Gemeindeerträge aus der Motorfahrzeugsteuer sowie die positiven Nettovermögenserträge (Stand Finanzausgleich 2015).

Siehe auch: Ressourcenpotenzial (nationaler Finanzausgleich)

Ressourcenpotenzial (nationaler Finanzausgleich)

Grundlage des Ressourcenausgleichs im neuen Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen. Er wird aus den steuerbaren Einkommen, Vermögen und Gewinnen der jeweiligen Kantone berechnet. Das Ressourcenpotenzial widerspiegelt somit das Steuersubstrat bzw. die steuerlich ausschöpfbare Wertschöpfung in einem Kanton.

Siehe auch: Ressourcenpotenzial (kantonaler Finanzausgleich).

Rückerstattungen von Gemeinwesen

Rückerstattungen von einem Gemeinwesen, für das die Gemeinde bzw. der Kanton ganz oder teilweise eine Aufgabe erfüllt, die einem öffentlichen Zweck dient und nach der gegebenen Aufgabenteilung Sache des anderen Gemeinwesens ist.

Sachaufwand

Aufwand für die Beschaffung aller Konsumgüter, die das Gemeinwesen in der betreffenden Rechnungsperiode verbraucht, sowie Kosten für Dienstleistungen Dritter.

Satzbestimmendes Einkommen

Für die Steuerberechnung massgebendes Einkommen. Das satzbestimmende Einkommen unterscheidet sich vom steuerbaren Einkommen nur in speziellen Fällen, so zum Beispiel beim Wegzug ins Ausland.

Selbständigerwerbende

Als Selbständigerwerbende gelten diejenigen Personen, dere Haupteinnahmequelle aus selbständiger Erwerbstätigkeit gemäss Steuererklärung resultiert. Die Landwirte sind eine Untergruppe der Selbständigerwerbenden.

Selbstfinanzierung

Summe des Saldos der Laufenden Rechnung, des Saldos aus Einlagen in und Entnahmen aus Spezial- und Vorfinanzierungen, der Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen sowie auf dem Bilanzfehlbetrag. Beim Kanton ab 2011 Summe des Saldos der Erfolgsrechnung, der Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen und auf Investitionsbeiträgen, des Saldos der Einlagen in und Entnahmen aus Fonds und der Wertberichtigungen auf Darlehen und Beteiligungen im Verwaltungsvermögen; abzüglich Auflösung passivierter Investitionsbeiträge und Aufwertungen des Verwaltungsvermögens.

Selbstfinanzierungsanteil

Selbstfinanzierung in Prozent des konsolidierten laufenden Ertrags.

Selbstfinanzierungsgrad

Selbstfinanzierung in Prozent der Nettoinvestitionen

Sondersteuern

Personalsteuern, Liegenschaftssteuern, Vermögensgewinnsteuern (hauptsächlich Grundstückgewinn- und zu einem kleinen Teil Lotteriegewinnsteuern), Handänderungssteuern, Erbschafts- und Nachkommenserbschaftssteuern sowie Besitz- und Aufwandsteuern.

Spezialfinanzierung

Spezialfinanzierungen werden aufgrund gesetzlicher oder rechtlich gleichwertiger Vorschriften gebildet, indem bestimmte Erträge ganz oder teilweise für die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe reserviert werden. Zu den Spezialfinanzierungen zählen auch Vorfinanzierungen (Reserven für zukünftige Investitionen) und Spezialfonds. Spezialfinanzierungen werden aufgrund gesetzlicher oder rechtlich gleichwertiger Vorschriften gebildet, wenn bestimmte Erträge ganz oder teilweise für die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe reserviert werden. Einlagen in die Spezialfinanzierungen bezeichnen die Reservierung solcher Mittel, Entnahme ihre Verwendung. Zu den Spezialfinanzierungen zählen auch Vorfinanzierungen (Reserven für zukünftige Investitionen) und Spezialfonds.

Siehe auch: Konsolidierung

Steuerausschöpfungsindex

Der Steuerausschöpfungsindex entspricht dem Verhältnis zwischen der steuerlichen Ausschöpfung des Kantons zu jener aller Kantone.

Steuerbarer Gewinn bzw. steuerbares Einkommen

In einem Steuerjahr zu versteuernder Gewinn bzw. zu versteuerndes Einkommen.

Steuerbares Kapital bzw. Vermögen

Stand des zu versteuernden Eigenkapitals bzw. Vermögens zu Ende der Steuerperiode.

Steuerliche Ausschöpfung

Die steuerliche Ausschöpfung entspricht dem Verhältnis zwischen den Steuereinnahmen und dem Ressourcenpotenzial.

Steuerpflicht

Bei der Steuerpflicht wird zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht unterschieden. Die Form der Steuerpflicht wird durch die persönliche Zugehörigkeit (StG §§ 8 und 64) bzw. die wirtschaftliche Zugehörigkeit (StG §§ 9-11 und 65) bestimmt und beeinflusst die Steuerberechnung. Ausnahmen von der Steuerpflicht werden in den § 70 und § 231 des Steuergesetzes (StG) geregelt.

Unverheiratete

Unter diesen Begriff werden Ledige, Verwitwete, Getrennte und Geschiedene subsumiert.

Vermögenserträge

Aktivzinsen und andere Erträge aus den Geld- und Kapitalanlagen des Finanz- und Verwaltungsvermögens, Ablieferung der Gewinne der eigenen Anstalten, Liegenschaftserträge des Finanz- und Verwaltungsvermögens.

Vermögensgewinnsteuern

Hauptsächlich Grundstückgewinn- und zu einem kleinen Teil Lotteriegewinnsteuern.

Verschuldungsgrad

Nettoschuld in Prozent des Ertrags der Gemeindesteuern zuzüglich des Ressourcen- und Lastenausgleichs und abzüglich der Beiträge an den horizontalen Finanzausgleich

Verwaltungsvermögen

Vermögenswerte, die unmittelbar der Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen und über mehrere Rechnungsjahre genutzt werden, das heisst nicht realisierbar sind.

Zinsbelastungsanteil I

Nettozinsaufwand in Prozent des konsolidierten laufenden Ertrags

Zinsbelastungsanteil II

Nettozinsaufwand in Prozent des Ertrags der Gemeindesteuern zuzüglich des Ressourcen- und Lastenausgleichs und abzüglich der Beiträge an den horizontalen Finanzausgleich