Definitionen

Es wurden 17 Definitionen gefunden.

Basisstufe

Umfasst den Zeitraum von zwei Jahren Kindergarten und die ersten zwei Jahre der Primarstufe. Der Unterricht erfolgt in jahrgangsgemischten Klassen.

Bildungsaktivitäten

Bildungsaktivitäten lassen sich in formale (im Rahmen des regulären Schulsystems) und nichtformale Bildung wie Kurse, Vorträge, Workshops etc. einteilen. Informelles Lernen umfasst Aktivitäten, die explizit einem Lernziel dienen, jedoch ausserhalb einer Lernbeziehung stattfinden (z.B. Lesen von Fachliteratur).

Erstsprache

Als Erstsprache gilt diejenige Sprache, die als erste erlernt wird.

Fremdsprachigkeit

Fremdsprachig ist, wessen Erstsprache nicht Deutsch ist.

Integrative Förderung

Unterstützung von einzelnen Lernenden, der ganzen Klasse und der Lehrperson in der Regelklasse durch eine ausgebildete Fachperson (IF-Lehrperson).

Klasse (Abteilung)

Eine überwiegend (in den meisten Fächern) gemeinsam unterrichtete Gruppe von Schüler/innen (organisatorischer Aspekt). Eine Klasse kann Lernende unterschiedlicher Programmjahre umfassen.

Kleinklassen

Bis zum Schuljahr 2013/2014 wurden alle Kleinklasstypen vollständig von der Integrativen Förderung abgelöst. Bislang unterschied man für die spezielle Förderung zwischen verschiedenen Kleinklassen:

Die Kleinklasse A nahm Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Entwicklungsverzögerungen auf.

Die Kleinklasse B nahm Lernende auf, die wegen Lernschwierigkeiten dem Unterricht nicht zu folgen vermochten.

Die Kleinklasse C nahm Lernende auf, die den Schulstoff der Regelklasse grundsätzlich bewältigen konnten, wegen ihres Verhaltens aber in kleineren Klassen unterrichtet wurden.

Maturitätsquote

Die Berufsmaturitätsquote bezeichnet den Anteil der Personen, die in einem bestimmten Jahr ein Berufsmaturitätszeugnis erworben haben, gemessen an der 21- jährigen ständigen Wohnbevölkerung (Durchschnittsalter der Berufsmaturand/innen).

Die gymnasiale Maturitätsquote beschreibt den Anteil der Personen, die in einem Jahr ein gymnasiales Maturitätszeugnis erworben haben, gemessen an der 19- jährigen ständigen Wohnbevölkerung (Durchschnittsalter der Maturand/innen).

Primarstufe

Dazu zählen die ersten sechs Schuljahre.

Schülerintensität

Anteil der Schülerinnen und Schüler (nach dem politischen Wohnort) in der obligatorischen Schulpflicht an der ständigen Wohnbevölkerung. Zur interkommunalen Vergleichbarkeit wird mit dem Index der Schülerintensität die Abweichung der Werte der einzelnen Gemeinden zum kantonalen Mittel bestimmt, wobei Letzteres als Basiswert verwendet und gleich 100 gesetzt wird. Der Index der Schülerintensität fliesst im Rahmen des kantonalen Finanzausgleichs in die Berechnung des Bildungslastenausgleichs ein.

Schwerpunktfächer Gymnasium

Gestützt auf das eidgenössische Matura-Anerkennungs-Reglement (MAR) wurde die Fächerstruktur auf der nachobligatorischen Stufe des Gymnasiums 1999 massgeblich reformiert. Die Lernenden wählen – statt wie früher einen Gymnasialtyp – ein Schwerpunktfach sowie ein Ergänzungsfach; beide müssen neben Grundlagen- und Zusatzfächern belegt werden.
Schwerpunktfächer können sein:
– eine dritte Sprache: Griechisch, Lateinisch (alte Sprachen) oder Italienisch, Spanisch (moderne Sprachen)
– Physik und Anwendungen in Mathematik
– Biologie und Chemie
– Wirtschaft und Recht
– Philosophie, Psychologie und Pädagogik
– Bildnerisches Gestalten
– Musik

Sekundarstufe I

Auf die Primarstufe folgende Schulstufe der obligatorischen Schulbildung, im Kanton Luzern also Gymnasium, Sekundarschule Niveau A (höhere Anforderungen, ehemals Sekundarschule A), Niveau B (erweiterte Anforderungen, ehemals Sekundarschule B), Niveau C (grundlegende Anforderungen, ehemals Realschule) und Niveau D (grundlegende Anforderungen mit individuellen Lernzielen, ehemals Werkschule).

Auf der Sekundarstufe I wurde bis zum Schuljahr 2015/2016 im Zug der Einführung der Integrativen Förderung das Niveau D abgelöst.

Siehe auch: Sekundarstufe II.

Sekundarstufe II

Nachobligatorische berufsorientierte und allgemeinbildende Ausbildungsgänge, die mit einer Maturität, einem (Fachmittelschul-) Ausweis, einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis oder einem eidgenössischen Berufsattest abschliessen.

Siehe auch: Sekundarstufe I

Separative Sonderschulung

Kinder, die aufgrund einer Behinderung nicht durch integrative Massnahmen unterstützt dem Regellehrplan folgen können, werden in die stufenübergreifenden Sonderschulen aufgenommen. Zu denen zählt auch die Heilpädagogische Basisstufe. Die Statistik der Lernenden des BFS unterscheidet nach Programmen für:

  • Lernende mit einer geistigen Behinderung oder funktionalem Autismus
  • Lernende mit einer Verhaltensbehinderung
  • Lernende mit einer Sprachbehinderung
  • Lernende mit einer Hörbehinderung
  • Lernende mit einer Körperbehinderung
  • Lernende mit einer Mehrfachbehinderung

Ebenfalls erhoben, aber im Kanton Luzern nicht angeboten, werden Programme für Lernende mit einer Lern-, Seh- oder Sinnesbehinderung.

Tertiärstufe

Lehrgänge, die mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung oder die Maturität und teilweise auch Berufspraxis voraussetzen. Es wird unterschieden zwischen der Höheren Berufsbildung (Tertiärstufe B) und der Hochschulausbildung (Tertiärstufe A). Die Höhere Berufsbildung umfasst unter anderem Lehrgänge an Fachschulen, Technikerschulen und Höheren Fachschulen. Der Hochschulbereich umfasst Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Zum tertiären Bereich zählen auch die Nachdiplomstudien.

Übertrittsquote

Verhältnis der Lernenden in einem Schulbildungsjahr zu den Lernenden des vorhergehenden Schulbildungsjahrs. Die Übertrittsquote nimmt den Wert 1 an, wenn im Schulbildungsjahr x gleich viele Lernende gezählt werden wie im Schulbildungsjahr x-1. Beim Übertritt innerhalb des gleichen Schultyps spricht man auch von Interklassenquote.

Vollzeitäquivalente (VZÄ)

Auf Vollzeitstellen umgerechnetes Arbeitsvolumen, d.h. Verhältnis des geleisteten Arbeitspensums einer Person zu einem Vollzeitpensum (100%). Beispiele: Eine dauernd zu 40 Prozent angestellte Person entspricht 0,4 Vollzeitäquivalenten. Oder:  In einem Betrieb arbeiten 2 Personen mit einem Beschäftigungsgrad von je 50 Prozent. Der Betrieb zählt also 2 Beschäftigte und weist 1 Vollzeitäquivalent aus.