Branchenstruktur

Die Branchenstruktur zeigt, welches die wichtigsten Branchen eines Wirtschaftsraums sind. Die Bedeutung der einzelnen Branchen wird anhand ihrer Anteile an der Gesamtbeschäftigung veranschaulicht. Eine ausgeglichene Verteilung der Branchen macht eine Volkswirtschaft widerstandsfähiger gegenüber allfälligen Schocks und Krisen. Einzelne sehr starke Branchen können ein Klumpenrisiko darstellen.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach rechts

Zwischen 2017 und 2018 hat sich die Branchenstruktur der Luzerner Wirtschaft nicht wesentlich verändert. Sowohl grosse Branchen wie das Gastgewerbe, das Erziehungs- und Unterrichtswesen oder das Gesundheits- und Sozialwesen als auch kleinere Branchen wie die Energieversorgung oder die Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche haben ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum gezeigt.

Gemessen an der Bedeutung für die Beschäftigung hat das Gesundheits- und Sozialwesen seit Beginn der Erhebung an Bedeutung gewonnen, während die beiden anderen grossen Branchen, Warenherstellung und der Handel, an Bedeutung verloren haben.

72,0 Prozent aller Beschäftigten im Kanton Luzern sind im Jahr 2018 im Dienstleistungssektor tätig. In der Zentralschweiz liegt dieser Wert gleichauf, in der gesamten Schweiz sogar bei 76,1 Prozent. Mit 5,4 Prozent und 22,6 Prozent sind der Landwirtschafts- resp. der Industriesektor in Luzern beschäftigungsmässig deutlich bedeutender als in der Gesamtschweiz mit 3,1 Prozent resp. 20,8 Prozent (Zentralschweiz: 4,7% Landwirtschaftssektor; 23,3% Industriesektor).

Definition

Die Kennzahl zeigt den Anteil der Beschäftigten in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten an der Gesamtbeschäftigung.

Neutrale Pfeilrichtung bei einer jährlichen Veränderung der Abweichung der Branchenanteile von einer Gleichverteilung zwischen –0,1 und +0,1 Prozentpunkten.

Daten

Kanton Luzern:

Beschäftigte nach Branchen

Schweiz:

Branchenstruktur (BFS, Wohlfahrtsmessung)

Wirtschaftsstruktur und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (BFS, Indikatoren regionaler Disparitäten)

Analysen

LUSTAT Webartikel (2018): Beschäftigte und Betriebe 2016