Leerwohnungen 2019

Leerwohnungsziffer zum vierten Mal in Folge über 1 Prozent

Am 1. Juni 2019 standen im Kanton Luzern 2'991 Wohnungen leer. Dies entspricht einer Leerwohnungsziffer von 1,53 Prozent. Gemessen am Bestand waren mittelgrosse Wohnungen am häufigsten, grosse Wohnungen am seltensten unbesetzt. Die Region Unteres Wiggertal wies die höchste und die Region Agglomerationsgürtel die niedrigste Leerwohnungsziffer aus.

Leerwohnungsziffer zum vierten Mal in Folge grösser als 1 Prozent

Die Zahl der am 1. Juni 2019 im Kanton Luzern leerstehenden Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) nahm gegenüber dem Vorjahr um 177 auf 2'991 Wohnungen zu. 90 Prozent der Leerwohnungen waren Miet- und 10 Prozent Kaufobjekte. Die Leerwohnungsziffer, die den Anteil leerstehender Wohnungen am Gesamtwohnungsbestand misst, erhöhte sich um 0,09 Prozentpunkte und lag bei 1,53 Prozent. Die 1-Prozent-Marke wurde damit nach 2016, 2017 und 2018 zum vierten Mal in Folge überschritten.

Von den am Stichtag leerstehenden Wohnungen waren 713 Einheiten oder 24 Prozent innerhalb der letzten beiden Jahre fertiggestellt worden. 2'278 Wohnungen beziehungsweise 76 Prozent waren früheren Baudatums. In der Grössenkategorie der 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, auf die 56 Prozent des Luzerner Gesamtwohnungsbestands entfällt, wurden 1'129 beziehungsweise 1'010 Leerwohnungen gezählt. Es folgten die Wohnungen mit 2 Zimmern (385 Leerstände) und solche mit 5 Zimmern (247); am wenigsten Wohnungen standen in den Kategorien der 1-Zimmer-Wohnungen (121) und der Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern (99) leer. Zu den vielräumigen Wohnungen gehören auch die meisten Einfamilienhäuser; von ihnen waren 14 weniger unbesetzt als im Jahr zuvor (2019: 113; 2018: 127).

Leerwohnungsziffer ist bei 3- und 4-Zimmer-Wohnungen gestiegen

Der Anteil der Leerwohnungen am Wohnungsbestand der jeweiligen Grössenkategorie war bei den Wohnungen mit 3 Zimmern am höchsten (2,37%). Von den 2- und 4-Zimmer-Wohnungen waren 1,73 respektive 1,66 Prozent unbesetzt, von den Wohnungen mit 1 und 5 Zimmern 1,45 respektive 0,74 Prozent. Anteilmässig am wenigsten Leerstände gab es bei den Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern (0,43%). Im Vergleich zu 2018 nahm die Leerwohnungsziffer bei den 3- und 4-Zimmer-Wohnungen zu, während sie bei den Klein- und Kleinstwohnungen mit 1 und 2 Zimmern sowie bei den 5-Zimmer-Wohnungen abgenommen hat. Im Grössensegment mit 6 und mehr Zimmern ist die Leerwohnungsziffer unverändert geblieben.

Höchste Leerwohnungsziffer in der Region Unteres Wiggertal

Die regionalen Leerwohnungsziffern weichen zum Teil deutlich vom kantonalen Mittelwert von 1,53 Prozent ab. Am rarsten waren Leerwohnungen in den Analyseregionen Agglomerationsgürtel und Rottal-Wolhusen. Dort wurden 0,59 beziehungsweise 0,78 Prozent aller Wohnungen als leerstehend gemeldet. Am höchsten war die Leerwohnungsziffer wie schon im Vorjahr in der Region Unteres Wiggertal (2,36%). Gegenüber 2018 verzeichneten die Regionen Sursee/Sempachersee (+0,79 Prozentpunkte), Willisau (+0,44) und Rooterberg/Rigi (+0,31) die stärkste Zunahme ihrer Leerwohnungsziffern. In vier weiteren Regionen (Stadt Luzern, Seetal, Rottal-Wolhusen, Unteres Wiggertal) lag die Zunahme des Leerwohnungsanteils bei weniger als 0,30 Prozentpunkten, während vier Regionen (Surental/Michelsamt, Entlebuch, Agglomerationskern, Aggloemrationsgürtel) eine Abnahme ihrer Leerwohnungsziffern verzeichneten. In der Stadt Luzern lag der Leerwohnungsanteil unterhalb des kantonalen Mittels: 2019 waren 597 Wohnungen oder 1,30 Prozent des städtischen Wohnungsbestands unbesetzt. Im Vorjahr hatte die Leerwohungsziffer 1,02 Prozent betragen.

Leerwohnungszählung

Die aus der Leerwohnungszählung (Stichtag: 1. Juni) abgeleitete Leerwohnungsziffer misst den Anteil der am Markt angebotenen leerstehenden Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) am gesamten Wohnungsbestand am Ende des Vorjahrs. Die Leerwohnungsziffer 2019 ist provisorisch und basiert auf dem Wohnungsbestand am 31. Dezember 2017. Die Leerwohnungsziffer ist einer von mehreren Indikatoren zum Wohnungsmarkt. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt kann mit ihr nicht abschliessend beurteilt werden; insbesondere sind längerfristige zeitliche Vergleiche der Leerwohnungsziffer schwierig, da sich die Vermittlung von Wohnobjekten in den letzten Jahren gewandelt hat.

Autor: Khanh Hung Duong / 23. Juli 2019

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Analysen

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Bauen und Wohnen im Kanton Luzern

Daten, Fakten und Trends

Der Webartikel basiert auf dem gleichnamigen Referat, das von Norbert Riesen anlässlich des LUSTAT Meetings vom 15. Oktober 2018 gehalten wurde. Er präsentiert eine Auswahl an Daten, welche die öffentliche Statistik zum Thema Bauen und Wohnen „im Angebot“ hat. Der Artikel ist in drei Teile gegliedert: Im ersten geht es um den Bedarf an Wohnungen, im zweiten um das Angebot und im dritten um die Wohnverhältnisse der Luzernerinnen und Luzerner.

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