Logiernächte

Die Zahl der Logiernächte bildet die touristischen Aktivitäten in einer Region ab. Wird sie ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, entsteht ein Indikator, der die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus anzeigt. Eine hohe Anzahl Logiernächte pro Einwohnerin und Einwohner weist auch auf die Nachfrage im Kultur- und Freizeitbereich und/oder im Geschäftstourismus (Meetings, Kongresse usw.) hin.

Statistischer Kommentar

In der Schweiz wurden um 2011 in den Städten Zürich mit 2,64 Millionen und Genève mit 1,95 Millionen die meisten Hotelübernachtungen gezählt. Es folgen Zermatt mit 1,26 Millionen und Luzern mit 1,13 Millionen Logiernächten. Den Gästen in der Stadt Luzern standen dabei 5'521 Betten in 51 Hotels zur Verfügung. Obwohl Luzern damit in absoluten Zahlen hinter Zürich (12'875 Betten) und Genf (10'067 Betten) zurücklag, war das Besucheraufkommen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl in der Stadt Luzern deutlich höher als in Zürich und Genf. Um 2011 wurden in der Stadt Luzern 14,6 Logiernächte pro Einwohnerin und Einwohner gezählt; in Genève waren es 10,4 und in Zürich 7,1. Im Städtevergleich liegt Luzern gemessen an den Logiernächten pro Jahr und Kopf an der Spitze, dicht gefolgt von der belgischen Hafenstadt Brugge. Weniger als 2 Logiernächte pro Jahr und Einwohner verzeichneten um 2011 nur die Städte Plzen, Biel/Bienne und Winterthur.

Die Anzahl Logiernächte war um 2011 in der Stadt Luzern gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent gestiegen. Luzern Tourismus betrachtet einen guten Mix bezüglich der Herkunft der Gäste als Erfolgsfaktor des Tourismus in der Stadt: Über ein Viertel der Gäste stammte 2011 jeweils aus der Schweiz, aus Europa und aus Asien. Die zunehmende Zahl der Logiernächte von Gästen aus Brasilien (+48,4%), China (+41,8%) und Russland (+9,9%) konnte den Rückgang an Logiernächten europäischer Gästen kompensieren.

Definition

Zur Berechnung des Indikators wird die Anzahl Logiernächte, die im Lauf eines Jahres in den Hotels und Kurbetrieben einer Region gezählt werden, ins Verhältnis zur Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner dieser Region gesetzt.