Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation

Ein hoher Anteil von Beschäftigten im ICT-Bereich weist auf eine moderne und wissensintensive Wirtschaftsstruktur hin, wie das beispielsweise auch der Anteil der Beschäftigten im Banken- und Versicherungswesen oder in der Pharmaindustrie tut.

Statistischer Kommentar

In den Schweizer Urban-Audit-Städten arbeiteten im Jahr 2011 zwischen 3,2 und 8,1 Prozent aller Beschäftigten in einem ICT-Betrieb. Dazu zählen zum Beispiel Betriebe für Büro- und Computertechnik, Haushaltselektronik, Telekommunikation und Medienunternehmen. Die Stadtluzerner Beschäftigungsstruktur war 2011 mit einem Anteil von 3,8 Prozent moderat auf den ICT-Sektor ausgerichtet: Von allen Beschäftigten in der Stadt arbeiteten zu diesem Zeitpunkt 1,2 Prozent in Betrieben, die Inhalte der Medienbranche aufbereiten, 1,9 Prozent in Betrieben, die ICT-Dienstleistungen erbringen, und 0,7 Prozent in Firmen, die Informations- und Kommunikationsprodukte herstellen. Einen vergleichbaren Anteil an Beschäftigten im ICT-Sektor wiesen 2011 die Schweizer Vergleichsstädte Genève, Winterthur und Lugano aus. Basels Wirtschaftsstruktur stützt vergleichsweise stark auf den 2. Sektor ab, weshalb die Erwerbsbevölkerung Basels unter den Schweizer Städten im Jahr 2011 mit einem Anteil von 3,2 Prozent am seltensten in einem ICT-Betrieb tätig war. Am stärksten ausgeprägt war das ICT-Cluster in Zürich (8,1%), gefolgt von Bern (5,6%) und Lausanne (5,4%). Zürich und Lausanne sind mitunter aufgrund der ansässigen eidgenössischen technischen Hochschulen attraktive Standorte für ICT-Betriebe. Die Schweizer Journalistenschule MAZ sowie die Fachhochschulen beleben den ICT-Sektor in Luzern.

Definition

Als ICT-Sektor werden jene Wirtschaftszweige bezeichnet, die Informations- und Kommunikationsprodukte herstellen, die im Bereich Information und Kommunikation Dienstleistungen erbringen oder die Inhalte der Medienbranche aufbereiten. Der Anteil Beschäftigter im ICT-Bereich setzt die Beschäftigten dieses Bereichs ins Verhältnis zur Summe aller Beschäftigten des untersuchten Raums.