Wohnfläche

Der Indikator zeigt, wie viel Wohnfläche einer in der betrachteten Stadt wohnhaften Person im Durchschnitt zur Verfügung steht. Die Wohnfläche pro Einwohnerin, pro Einwohner ist nicht nur ein Indikator für materiellen Wohlstand und die Lebensqualität in einer Stadt, sondern verweist auch auf den Verbrauch von Ressourcen: Je mehr Wohnfläche pro Person genutzt wird, desto höher ist ­ in Abhängigkeit vom Alter und Renovationsbedarf des Gebäudebestands sowie von der Bebauungsdichte ­ der Ressourcenverbrauch an Boden und Energie.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2012 standen den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweizer Urban-Audit-Städte im Mittel zwischen 37,1 und 46,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die Luzernerinnen und Luzerner wohnten im Jahr 2012 durchschnittlich auf 45,5 Quadratmetern; einzig Luganos Bevölkerung verzeichnete einen Quadratmeter Wohnfläche mehr pro Person. Nur knapp weniger Fläche pro Kopf als die Luzernerinnen und Luzerner bewohnte 2012 die St. Galler Stadtbevölkerung (44,4m2). Die in den Städten Bern, Basel und Winterthur wohnhaften Personen beanspruchen im Mittel zwischen 40,1 und 41,9 Quadratmeter Wohnfläche; diese Werte liegen nahe um den Durchschnitt aller Schweizer Vergleichsstädte (41,1m2). Mit 37,1 Quadratmetern pro Kopf wurde in Biel/Bienne am wenigsten Wohnfläche von allen Schweizer Urban-Audit-Städten benutzt. Nur wenig mehr Wohnfläche pro Kopf wurde im Jahr 2012 in den Städten Lausanne (37,3m2), Genève (38,3m2) und Zürich (39m2) beansprucht.

Im Jahr 2012 mass eine durchschnittliche Wohnung in Lausanne und Genève 73,2 respektive 74,9 Quadratmeter. Dies entspricht den tiefsten durchschnittlichen Wohnungsflächen unter den Schweizer Vergleichsstädten. In Luzern betrug die Fläche einer durchschnittlichen Wohnung 87,6 Quadratmeter. Zudem war die Anzahl Personen pro Wohnung in Luzern tief (1,93); einzig in Basel wurden 2012 pro Wohnung weniger Personen gezählt (1,89).

Definition

Die verfügbare mittlere Wohnfläche berechnet sich, indem die Wohnfläche bewohnter und bewohnbarer Wohnungen ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl gesetzt wird.