Todesfälle im Strassenverkehr

Der Indikator gibt Hinweise auf die Verkehrssicherheit. Er kann als Indiz für die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmenden herangezogen werden. Einen grossen Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Staaten wie beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Blutalkoholgrenzwerte.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2011 starben in den Schweizer Urban-Audit-Städten insgesamt 39 Personen bei Verkehrsunfällen oder an deren Folgen. Auf Luzerns Strassen mussten vier Personen ihr Leben lassen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl waren dies 5,2 im Strassenverkehr getötete Personen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Absolut betrachtet gab es 2011 unter den Schweizer Städten einzig in Zürich (12) und in Bern (10) mehr im Strassenverkehr getötete Personen als in Luzern. Da die Einwohnerzahl Zürichs dreimal so hoch ist wie jene der Stadt Bern, registrierte nicht Zürich, sondern Bern die meisten im Strassenverkehr getöteten Personen in Relation zur Einwohnerzahl, nämlich 8 pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies ist die höchste Quote unter allen ausgewählten Vergleichsstädten. Jene von Luzern folgt direkt auf sie. Die einzelnen Werte können von Jahr zu Jahr deutlich schwanken, da ein einzelner Verkehrsunfall mehrere Tote zur Folge haben kann und ein Verkehrsunfall mit Todesfolgen ein seltenes Ereignis ist. So waren beispielsweise in den Jahren 2001, 2002 oder 2008 auf Luzerns Strassen keine Verkehrstoten zu beklagen gewesen.

Maximal eine im Strassenverkehr getötete Person und damit wenig Verkehrstote meldeten im Jahr 2011 Winterthur, St. Gallen, Plzen, Lincoln und Lugano. In Relation zur Einwohnerzahl starben auch in Genève, Cambridge und Basel vergleichsweise wenige Personen bei Verkehrsunfällen. Die unsichersten Strassen unter den ausgewählten europäischen Vergleichsstädten hatten 2011 ­ gemessen an der Anzahl im Strassenverkehr getöteter Personen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner ­ Tours, Nijmegen und Dijon mit Quoten zwischen 4,7 und 3,3.

Definition

Der Indikator zeigt die im Strassenverkehr getöteten Personen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner in einem Jahr. Als Getötete gelten Personen, die an der Unfallstelle ihr Leben liessen oder innert dreissig Tagen nach der Kollision an den Unfallfolgen starben.