Erholungsraum

Erholungs- und Grünanlagen bilden innerhalb einer Stadt wichtige Begegnungs- und Freiräume und tragen zur städtischen Lebensqualität bei.

Statistischer Kommentar

In der Stadt Luzern standen im Jahr 2011 für Erholungszwecke 1,9 Quadratkilometer oder 6,5 Prozent der Gemeindefläche zur Verfügung. Diese Fläche entspricht 2,45 Hektaren pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stadt Luzern lag damit unter den Schweizer Vergleichsstädten hinter Winterthur und Bern im vorderen Feld. Luzern verfügt neben den Freiflächen, die der Indikator ausweist, auch über grössere Wälder und Landwirtschaftsflächen (grüne Kuppen), die vom Siedlungsgebiet her leicht erreichbar sind.

Ungefähr gleich viel Erholungsraum pro Kopf wie der Bevölkerung Luzerns stand 2011 auch den Einwohnerinnen und Einwohnern von Lausanne zur Verfügung. Absolut gesehen wurde zwar in Basel mit 2,1 Quadratkilometern (8,9% der Gemeindefläche) mehr Land für Erholungszwecke geboten als in Luzern. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl verzeichnete Basel jedoch unter allen Schweizer Vergleichsstädten am wenigsten Fläche für Erholungszwecke, nämlich nur 1,3 Hektaren pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ebenfalls weniger als 1,75 Hektaren für Erholungszwecke pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner boten im Jahr 2011 die Städte Genève, Lugano und Biel/Bienne ihren Bevölkerungen. In Lugano und in Biel/Bienne war der Anteil von Erholungsraum an der Gemeindefläche gering, während Genève im Verhältnis zur Gemeindefläche zwar viel Erholungsraum aufwies, aber auch dicht bewohnt war.

Definition

Als Erholungsraum wird die Landfläche bezeichnet, die der ganzen Bevölkerung für Erholungszwecke zur Verfügung steht. Dazu zählen öffentliche Parkanlagen, offene Sportanlagen, Golf- und Campingplätze, Schrebergärten und Friedhöfe. Nicht dazu gerechnet werden landwirtschaftliche Flächen, Wälder oder Gewässer. Der Indikator weist den Erholungsraum in Hektaren pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner aus.