Beschäftigte im Bereich Kultur und Unterhaltung

Der Anteil der Beschäftigten im Kultur- und Unterhaltungsbereich weist auf die Bedeutung dieser Branche in einer Stadt hin. Das Angebot im Kulturbereich hat auch eine Ausstrahlung über die Stadtgrenze hinaus und trägt zur Attraktivität einer Stadt bei.

Statistischer Kommentar

Die Stadt Luzern lag im Jahr 2008 mit 5 Prozent der Beschäftigten im Kultur- und Unterhaltungsbereich im vorderen Mittelfeld der Schweizer Vergleichsstädte. Neben Dienstleistungsunternehmen bieten auch die zahlreichen Museen, das Kultur- und Kongresszentrum Luzern sowie das Luzerner Theater und weitere kulturelle Institutionen viele Arbeitsplätze. Im Schweizer Vergleich einen höheren Beschäftigtenanteil in der Kultur- und Unterhaltungsbranche wiesen 2008 die Städte Winterthur (5,4%) und Lausanne (5,5%) sowie Zürich (6,3%) auf. Zürich verfügt nicht nur über ein breites kulturelles Angebot, sondern beherbergt auch viele grosse Buchhandlungen, Verlage und Werbeagenturen. Im Norden der Stadt befindet sich zudem das grösste Rundfunkzentrum der Schweiz, wo Programme für das Schweizer Fernsehen und Radio produziert werden. Im Vergleich zu Zürich hatte Biel/Bienne 2008 einen nur halb so grossen Anteil an Beschäftigten im Bereich Kultur und Unterhaltung. Einen Wert von weniger als 4 Prozent wies auch die Stadt St. Gallen aus.

Den grössten Anteil an Beschäftigten im Kultur- und Unterhaltungsbereich hatte 2008 im europäischen Vergleich Potsdam mit fast 7 Prozent. Abgesehen von Potsdam wiesen die Schweizer Städte tendenziell einen höheren Anteil aus als die europäischen Vergleichsstädte.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Beschäftigten im Bereich Kultur und Unterhaltung am Total aller Beschäftigen. Unter den Kultur- und Unterhaltungsbereich fallen beispielsweise Buchhandel, Verlagswesen, Kinos, Rundfunkveranstalter, Werbeagenturen, Bibliotheken, Museen, zoologische und botanische Gärten sowie andere kreative, künstlerische und unterhaltende Anbieter.