Betagtenquote

Eine hohe Betagtenquote einer Stadt kann auf verschiedene Phänomene hinweisen. Sie indiziert eine gute Gesundheit und eine hohe Lebenserwartung der Bevölkerung. Sie kann auch darauf hindeuten, dass die Stadt mit ihren (altersgerechten) Angeboten und Infrastrukturen für Betagte attraktiv ist, sodass ältere Personen nicht wegziehen beziehungsweise ihren Wohnsitz in die Stadt verlegen.

Statistischer Kommentar

Die ausgewählten europäischen Vergleichsstädte verzeichneten um das Jahr 2011 eine Betagtenquote zwischen 6 und 11 Prozent. Am stärksten war die ältere Generation in Brugge (10,9%) vertreten. Auch mehrere der Schweizer Urban-Audit-Städte lagen im europäischen Vergleich weit vorne. In Basel, Lugano, Biel/Bienne, Luzern und Bern war mehr als ein Zehntel der Bevölkerung über 74 Jahre alt. Den tiefsten Anteil älterer Menschen unter den Schweizer Vergleichsstädten wies Winterthur aus: Pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner wohnten 8 Personen im Alter von über 74 Jahren in der Kernstadt. Auch Genève (8,2%) und Lausanne (8,4%) wiesen einen vergleichsweise tiefen Bevölkerungsanteil an älteren Personen auf. Im europäischen Vergleich zählten die beiden englischen Städte (Lincoln: 7,2%; Cambridge: 6,4%) sowie Nijmegen (6,2%) und Bergen (6,9%) zu den Urban-Audit-Städten mit den tiefsten Betagtenquoten.

In der Stadt Luzern scheinen bei der älteren Generation die Quartiere Halde-Lützelmatt, Obergrund-Allmend, Bellerive-Schlössli und Langensand-Matthof präferierte Wohngegenden zu sein. In den Quartieren Halde-Lützelmatt und Obergrund-Allmend waren um das Jahr 2011 mehr als ein Fünftel der Bevölkerung über 74 Jahre alt. Eine relativ geringe Betagtenquote wurde hingegen in den Quartieren Baselstrasse-Bernstrasse (3,3%), Hirschmatt-Kleinstadt (5,5%) und Altstadt-Wey (6,8%) registriert.

Definition

Die Betagtenquote resultiert aus dem Verhältnis zwischen den Personen im Alter von über 74 Jahren und der Gesamtbevölkerung.