Entwicklung der Erwerbsquote

Die Entwicklung der Erwerbsquote ­ hier nach Geschlecht ­ zeigt auf, wie sich der Anteil der Bevölkerung, der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, in der Zeit entwickelt. Damit werden Aussagen über das Arbeitskräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt sowie über die Bereitschaft und die Möglichkeiten von Frauen und Männern im erwerbsfähigen Alter, einer Beschäftigung nachzugehen, gemacht.

Statistischer Kommentar

Zwischen 2000 und 2011 wuchs die Erwerbsbeteiligung der Luzerner Stadtbevölkerung von 81 auf 84 Prozent. Diese Entwicklung ist auf die zunehmende Erwerbsbeteiligung der Frauen zurückzuführen. Während die Erwerbsbeteiligung der Männer praktisch unverändert blieb, stieg die Erwerbsquote der Frauen in der Stadt Luzern in der Referenzperiode um 4,8 Prozentpunkte, was der grössten Zunahme unter allen Schweizer Urban-Audit-Städten entspricht. Ebenfalls eine stark ansteigende Erwerbsquote der Frauen registrierten die Städte Lausanne (+4,3 Prozentpunkte) und Bern (+3,9 Prozentpunkte), wobei das Ausgangsniveau in Lausanne (70,1%) vergleichsweise tief und in Bern (78,9%) vergleichsweise hoch war. In Luzern lag die Erwerbsquote der Frauen im Jahr 2011 bei 80 Prozent und wurde lediglich von den Städten Zürich (81,3%) und Bern (82,8%) übertroffen. Am geringsten war die Erwerbsbeteiligung bei den Frauen aus Lugano (63,5%); mit grossem Abstand gefolgt von den Frauen aus Biel/Bienne (74%).

Lausanne, Bern und Zürich sind die einzigen Schweizer Vergleichsstädte, die zwischen 2000 und 2011 eine zunehmende Erwerbsbeteiligung der Männer verzeichneten. In Zürich und Bern handelt es sich dabei um Zunahmen auf hohem Niveau und um weniger als einen Prozentpunkt. Hingegen entwickelte sich in Lausanne die Erwerbsquote der Männer vom tiefsten Wert der Schweizer Urban-Audit-Städte im Jahr 2000 (80,7%) zu einem mittleren Wert im Jahr 2011 (85%).

Definition

Der Indikator zeigt die Entwicklung der Erwerbsquote nach Geschlecht. Die Erwerbsquote weist das Verhältnis der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren zur Bevölkerung derselben Altersgruppe aus. Erwerbspersonen sind Personen, die entweder erwerbstätig oder erwerbslos sind. Als erwerbstätig gilt eine Person, die mindestens eine Stunde pro Woche einer bezahlten Arbeit nachgeht; als erwerbslos, wer nicht erwerbstätig, aber auf der Suche nach einer Erwerbsarbeit ist.