Studierendendichte

Die Studierendendichte weist auf das Bildungsangebot einer Stadt im Bereich der höheren Berufsbildung und der Hochschulbildung hin und zeigt die Bedeutung und Attraktivität der Stadt als Bildungszentrum für die umliegenden Regionen. Andererseits hat die Studierendendichte auch eine wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt.

Statistischer Kommentar

Mit dem Ausbau des Angebots der Fachhochschule und der Universität sowie der Einrichtung der Pädagogischen Hochschule hat sich die Stadt Luzern im Bereich der höheren Berufsbildung und der Hochschulen unter den führenden Schweizer Städten etabliert: Mit 146 Studierenden auf 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner wies sie im Jahr 2008 eine ähnliche Studierendendichte auf wie St. Gallen. Im Jahr 2001 hatte dieser Wert noch bei 84 Studierenden pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner gelegen. Eine vergleichbare Quote wies 2008 Lugano auf. Unter den Schweizer Vergleichsstädten zeichneten sich Lausanne mit 191 und Bern mit 185 Studierenden pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner mit der höchsten Studierendendichte aus. Mit etwas Abstand folgte Zürich mit einem Wert von 158. In Winterthur ist das Bildungsangebot in den letzten Jahren stark ausgebaut worden; da die Stadt keine Universität hat, lag sie im Jahr 2008 mit einem Wert von 73 im Vergleich dennoch im hinteren Bereich. Am kleinsten war die Studierendendichte mit 33 Studierenden pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner in Biel/Bienne, wo ebenfalls keine Universität beheimatet ist.

Im europäischen Vergleich verfügte Innsbruck 2008 über die höchste Studierendendichte; auf vier Einwohnerinnen und Einwohner kam eine Person im Studium. Die Universität Innsbruck ist von der Zahl der Studierenden her Tirols grösste Bildungseinrichtung und zieht junge Leute aus dem Tirol und aus Vorarlberg, aber auch aus dem italienischen Südtirol und aus Liechtenstein an. Eine ähnliche Studierendendichte wie Zürich weist das englische Cambridge auf, das über eine der angesehensten und bekanntesten Universitäten der Welt verfügt. In den nordischen Vergleichsstädten Malmö und Bergen hingegen ist die Zahl der Studierenden im Verhältnis zur Einwohnerzahl eher gering.

Definition

Die Studierendendichte bezeichnet die Zahl der Studierenden in Ausbildungsgängen der höheren Berufsbildung, der Fachhochschulen und der Universitäten an Bildungsinstitutionen in der Kernstadt pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner.