Entwicklung der Studierendendichte

Die Entwicklung der Studierendendichte weist auf Veränderungen des Angebots an Ausbildungs- und Studienplätzen sowie auf eine steigende oder eine sinkende Attraktivität der Stadt als Bildungszentrum hin.

Statistischer Kommentar

In Luzern sind die Bildungsangebote an der Universität sowie der Pädagogischen Hochschule, der Fachhochschule sowie an den Institutionen mit Bildungsgängen der höheren Berufsbildung während der letzten 15 Jahre stetig ausgebaut worden. Das spiegelt sich auch in der städtischen Studierendendichte: Sie stieg zwischen 2001 und 2008 um 73 Prozent, nämlich von 84 Studierenden pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner auf 146. Innerhalb dieses Zeitraums wurde unter anderem die Pädagogische Hochschule eingerichtet und an verschiedenen Teilschulen der Hochschule Luzern verdoppelten sich die Studierendenzahlen. Auch die neue Rechtsfakultät an der Universität erfuhr steigendes Interesse.

Unter den Schweizer Vergleichsstädten verzeichnete im beschriebenen Zeitraum einzig Winterthur eine höhere prozentuale Zunahme an Studierenden als Luzern (knapp +95%). In Winterthur war das Angebot der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW stark ausgebaut worden. Einen Anstieg von über 40 Prozent verzeichneten auch St. Gallen, Lugano und Basel. Nur wenig angestiegen oder sogar leicht rückläufig war die Studierendendichte in den Westschweizer Städten Genève und Biel/Bienne.

Unter den ausländischen Vergleichsstädten erlebten Lincoln, Bergen und Malmö ein moderates Wachstum (14% bis 16%). Das tschechische Plzen verzeichnete zwischen 2001 und 2008 eine vergleichsweise starke Zunahme der Studierendendichte (42%). Rückläufig, allerdings auf hohem Niveau, war die Entwicklung hingegen in Cambridge (­11%).

Definition

Die Studierendendichte bezeichnet die Zahl der Studierenden in Bildungsgängen der höheren Berufsbildung, der Fachhochschulen und der Universitäten an Bildungsinstitutionen in der Kernstadt pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner.