Medianalter

Der Indikator dient zur Messung der Altersstruktur einer Bevölkerung. Eine steigende Lebenserwartung in höheren Altersjahren, eine sinkende Geburtenrate sowie Wanderungsverluste führen zu einem höheren Anteil der älteren Personen in der Bevölkerung; damit steigt auch das Medianalter an. Umgekehrt führen hohe Geburtenzahlen und Wanderungsgewinne zu einem demografischen Verjüngungsprozess und damit zu einem sinkenden Medianalter. Die Alterung der Bevölkerung ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung.

Statistischer Kommentar

Zwischen 2000 und 2012 stieg das Medianalter der Bevölkerung in allen Schweizer Vergleichsstädten an. Obwohl die Alterung der Luzerner Bevölkerung sich nach dem Jahr 2000 zeitweilig verlangsamte, nahm das Medianalter über den gesamten Zeitraum von 2000 bis 2012 hinweg um 1,5 Jahre zu. Im Jahr 2012 waren 50 Prozent der Luzerner Bevölkerung jünger als 41,9 Jahre, die übrigen 50 Prozent älter. Eine ähnliche Entwicklung wie Luzern haben St. Gallen, Biel/Bienne und Basel durchlaufen, wobei das Medianalter der Bevölkerung in St. Gallen tiefer, in Biel gleich hoch und in Basel höher liegt als in Luzern.

Lugano verzeichnete im Jahr 2012 mit einem Wert von 43,9 Jahren das höchste Medianalter unter den Schweizer Vergleichsstädten und mit einem Wert von 3 Jahren die stärkste Zunahme gegenüber dem Jahr 2000. Die "jüngste" Schweizer Vergleichsstadt ist Lausanne mit einem mittleren Alterswert von 37,4 Jahren. Während für den Zeitraum von 1990 bis 2000 in Lausanne und in Zürich eine Verjüngung der Bevölkerung registriert wurde, stieg das Medianalter in diesen Städten zwischen 2000 und 2012 um 0,7 respektive um 0,4 Jahre an. Unter allen Schweizer Vergleichsstädten nahm das Medianalter in Bern und in Zürich am wenigsten stark zu.

Definition

Das Medianalter bezeichnet dasjenige Altersjahr, das die Bevölkerung in zwei gleich grosse Gruppen teilt, wobei die eine Hälfte der Bevölkerung jünger und die andere älter ist als dieser zentrale Wert (Median). Im Gegensatz zum arithmetischen Mittel wird der Median nicht durch Extremwerte oder eine asymmetrische Verteilung beeinflusst und ist deshalb für die Angabe des Alters die geeignetere Masszahl als dieses.