Jugendquotient

Der Jugendquotient zeigt die Altersstruktur der Bevölkerung. Er ist stark abhängig von der Geburtenrate der vorangegangenen Jahre. Ein tiefer Jugendquotient weist möglicherweise auf eine Überalterung der Bevölkerung hin. Der Indikator deutet aber auch den Finanzbedarf im Bildungswesen an oder kann über die Familienfreundlichkeit einer Region oder Stadt Auskunft geben.

Statistischer Kommentar

Der Jugendquotient ist in der Stadt Luzern vergleichsweise tief. Um 2011 betrug er 24 Prozent; auf zirka vier Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren kam eine Person unter 20 Jahren. Zusammen mit Bern und Zürich wies Luzern damit den geringsten Jugendquotienten unter allen Vergleichsstädten auf; bezüglich der Stadt Zürich ist anzumerken, dass ihr Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter besonders hoch ist. Winterthur, Lausanne und Biel/Bienne waren diejenigen Schweizer Vergleichsstädte mit den höchsten Jugendquotienten. Im europäischen Vergleich befinden aber auch sie sich lediglich im Mittelfeld.

Als Städte mit "junger"Bevölkerung können Reims und Bergen bezeichnet werden: Hier kamen 2011 vier Kinder und Jugendliche auf zehn Personen im Erwerbsalter. Auch in Tours, Lincoln, Dijon und Brugge lag der Anteil der unter 20-Jährigen im Vergleich zur Erwerbsbevölkerung zwischen 33 und 39 Prozent.

In der Stadt Luzern ging der Jugendquotient in den letzten Jahren zurück. 2004 hatte er noch bei 26,4 Prozent gelegen. Seit 2004 verzeichnete die Stadt Luzern jährlich einen deutlichen Wanderungsgewinn bei den Personen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren. Während der Anteil dieser Altersgruppe an der Bevölkerung Luzerns seit 2004 zunahm, blieb die Bevölkerungszahl der Personen unter 20 Jahren absolut zwar konstant, war anteilmässig jedoch rückläufig.

Definition

Der Jugendquotient gibt den prozentualen Anteil der Bevölkerung im Alter von 0 bis 19 Jahren im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren an.