Gesamtquotient

Die Summe aus Jugend- und Altersquotient (Gesamtquotient) stellt ­ auf eine vereinfachte Art ­ das Verhältnis zwischen den wirtschaftlich abhängigen Personen und der potenziellen Erwerbsbevölkerung dar. Je höher der Gesamtquotient, desto höher ist in der Regel die Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen und die Belastung der verschiedenen Sozialversicherungssysteme.

Statistischer Kommentar

Der Gesamtquotient variierte um 2011 innerhalb der Auswahl der Vergleichsstädte zwischen 50 Prozent in Zürich und 70 Prozent in Brugge. Der vergleichsweise tiefe Gesamtquotient in Zürich ist auf den hohen Anteil von Personen im Erwerbsalter zurückzuführen. Einen hohen Gesamtquotienten wiesen die Städte Brugge, Tours und Reims auf, wo auf drei Personen im Erwerbsalter zwei Personen ausserhalb dieses Alters kamen. In der Schweiz hatten die Städte Lugano und Biel/Bienne mit über 60 Prozent den höchsten Gesamtquotienten. Während das in Biel/Bienne auf einen gleichermassen überdurchschnittlichen Anteil älterer und jüngerer Menschen zurückzuführen ist, überwog um 2011 in Lugano der Anteil an älteren Menschen. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass das Tessin als ,Sonnenstube der Schweiz" ein beliebter Alterswohnsitz ist. Den geringsten Anteil älterer Menschen zeigt die Universitätsstadt Cambridge; hier kamen um 2011 auf zehn Personen im Erwerbsalter weniger als zwei Personen im Rentenalter.

Mit einem Gesamtquotienten von 55 Prozent befindet sich Luzern im breiten Mittelfeld des Städtevergleichs. Auf vier Personen im erwerbsfähigen Alter kamen um 2011 je eine Person, die jünger ist als 20 Jahre, und eine, die das Erwerbsalter bereits hinter sich gelassen hat. Zwischen 2004 und 2011 waren der Jugend- und der Altersquotient in Luzern leicht rückläufig. Diese Entwicklung lässt sich hauptsächlich mit der Zunahme des Anteils erwerbsfähiger Personen an Luzerns Bevölkerung in diesem Zeitraum erklären.

Definition

Der Gesamtquotient ist die Summe des Jugend- und des Altersquotienten. Der Altersquotient wird definiert als Bevölkerungsanteil im Alter von 65 und mehr Jahren im Verhältnis zur Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren. Der Jugendquotient weist den Anteil der Bevölkerung im Alter von 0 bis 19 Jahren im Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter aus.