Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung gibt Aufschluss über die Attraktivität und die Lebensqualität einer Stadt als Wohnort. Sie ist aber auch Indikator für die Zu- oder die Abnahme der Belastung der öffentlichen Infrastruktur und der Umwelt. Die Verfügbarkeit von Bauland hat dabei einen grossen Einfluss auf das Wachstumspotenzial einer Stadt.

Statistischer Kommentar

Die Bevölkerung der Stadt Luzern ist zwischen 2006 und 2011 um durchschnittlich 0,2 Prozent pro Jahr gewachsen. Unter den Schweizer Vergleichsstädten nimmt Luzern damit eine Mitteposition ein. Die höchste jährliche Bevölkerungszunahme weist in diesem Vergleichsrahmen Winterthur mit 1,1 Prozent auf. Geringfügig höher als in Luzern war das durchschnittliche Bevölkerungswachstum in Zürich, Biel und Genève. Während die Bevölkerungszahlen in Lausanne in der Referenzperiode stagnierten, verzeichneten St. Gallen, Lugano, Basel und Bern einen Rückgang der Bevölkerungszahlen um durchschnittlich 0,06 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Von 1860, dem ersten statistisch erfassten Jahr, bis 1970 ist die Stadt Luzern stetig gewachsen: von 11'500 Einwohnerinnen und Einwohnern bis zu einem Höchststand von 70'000. Danach stand die Stadt während dreier Jahrzehnte im Zeichen der Stadtflucht. Die Reurbanisierung ­ die Rückkehr in die Kernstadt ­ setzte um die Jahrtausendwende ein. Dieser Trend lässt sich auch in anderen Schweizer Städten beobachten: In Zürich zum Beispiel setzte das Wachstum seit den 1990er-Jahren wieder ein. Zuvor war die Bevölkerungszahl der Stadt Zürich seit Beginn der 1960er-Jahre rückläufig.

Im europäischen Vergleich wiesen zwischen 2006 und 2011 Luxembourg, Cambridge und Malmö mit über 1,9 Prozent das stärkste jährliche Bevölkerungswachstum auf. Auch Bergen und Potsdam sind vergleichsweise stark gewachsen.

Definition

Die Bevölkerungsentwicklung wird als durchschnittliche jährliche Bevölkerungsveränderung innerhalb der letzten fünf Jahre dargestellt.