Angebot an günstigem Wohnraum

Das Angebot an preisgünstigem Wohnraum ist vor allem für einkommensschwache Haushalte von Bedeutung, weil die Mietkosten das Haushaltsbudget stark belasten und die wirtschaftliche Selbständigkeit gefährden können.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Im Jahr 2017 liegt im Kanton Luzern der Anteil der preisgünstigen Mietwohnungen am Gesamtmietwohnungsbestand bei 15,5 Prozent. Im Vergleich zu 2010 ist eine Zunahme zu beobachten, die jedoch noch innerhalb des statistischen Unschärfebereichs liegt. Bei grösseren Wohnungen mit 4 oder mehr Zimmern ist der Anteil höher als bei kleineren Wohnungen mit bis zu 3 Zimmern.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach oben

Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.

Eine anteilmässige Zunahme an preisgünstigen Wohnungen ist wünschenswert. Aus sozialer Perspektive würden sich dadurch die Versorgungschancen für Bevölkerungskreise in beschränkten finanziellen Verhältnissen erhöhen.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit grauer Scheibe

Die beobachtete Zunahme liegt innerhalb des statistischen Unschärfebereichs, sodass zur Zeit keine statistisch gesicherte eindeutige Beurteilung vorgenommen werden kann.

Definition

Der Indikator erfasst den Anteil preisgünstiger Mietwohnungen am Gesamtmietwohnungsbestand. Bei Differenzierung nach Wohnungsgrössen gilt der entsprechende Anteil am Gesamtbestand der jeweiligen Wohnungsgrössenklasse. Als preisgünstig gelten Wohnungen, deren Mietpreis weniger als 70 Prozent des durchschnittlichen Mietpreises der Wohnungen mit gleicher Zimmerzahl beträgt. Massgebend ist der monatliche Nettomietzins (ohne Neben- und Heizkosten) von Mieter- und Genossenschafterwohnungen mit bekannter Zimmerzahl.