Strassenverkehrsdelinquenz

Die physische Sicherheit und der Schutz der Gesundheit gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschens, dies gilt auch für den Bereich der Mobilität. Gesetzeswidriges Verhalten im Strassenverkehr gefährdet die eigene Sicherheit und diejenige der anderen Verkehrsteilnehmenden - Verletzte und Todesopfer können die Folge sein.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Im Jahr 2017 werden im Kanton Luzern aufgrund von Geschwindigkeitsübertretungen 575 Fahrausweise pro 100'000 registrierte Personenwagen und Motorräder entzogen. Diese Zahl ist tiefer als diejenige für das Jahr 2004, als mit 784 Ausweisentzügen pro 100'000 registrierte Personenwagen und Motorräder der höchste Wert im Beobachtungszeitraum erreicht wurde. Im Mittel der drei jüngsten Datenjahre 2015 bis 2017 ist die relative Zahl an Ausweisentzügen jedoch wesentlich höher als im Mittel der Jahre 2000 bis 20002 zu Beginn der Referenzperiode.

Schweizweit werden 537 Fahrausweise pro 100'000 registrierte Personenwagen und Motorräder wegen Geschwindigkeitsübertretungen entzogen (2017).

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Der Bund trifft im Rahmen seiner Zuständigkeiten Massnahmen zum Schutz der Gesundheit.

Wünschenswert ist ein Rückgang des gesetzeswidrigen Verhaltens im Strassenverkehr.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit roter Scheibe

Die Entwicklung wird entsprechend negativ beurteilt.

Der Wert des Indikators für ein Jahr hängt auch von der Anzahl der durchgeführten Kontrollen ab. Sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen können die Zahl der Ausweisentzüge ebenfalls beeinflussen.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Ausweisentzüge aufgrund von Geschwindigkeitsübertretung im Verhältnis zu den registrierten Personenwagen und Motorrädern im Kanton Luzern.

Daten

Schweiz:

ASTRA (2018): ADMAS Gesamtbericht

Verurteilungen von Erwachsenen für ein Vergehen des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) (BFS, Strassenverkehrsdelinquenz)

Analysen

BFS (2014): Strassenverkehrsdelinquenz und Alkohol. Retrospektive 2001–2012