Soziale Integration

Soziale Kontakte und positive zwischenmenschliche Beziehungen gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Die Art und Intensität dieser Kontakte gibt Hinweise auf die gesellschaftliche Integration der Einzelpersonen und ihre Einbettung in ein soziales Netzwerk. Verfügbare soziale Unterstützung ist eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden und den Rückhalt in kritischen Lebenssituationen.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2012 sind 90,4 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner in ein solides soziales Netzwerk eingebunden. Die übrigen rund 10 Prozent können auf keine genügende soziale Unterstützung zählen. Schweizweit beträgt der entsprechende Wert 87,6 Prozent.

Normative Anbindung

Die Eidgenossenschaft fördert die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes. Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.

Definition

Der Indikator fasst die Antworten auf folgende Fragen zusammen: Anzahl Vertrauenspersonen, Ausmass der Anteilnahme anderer Menschen, Grad der Einfachheit, Hilfe von Nachbarn zu erhalten. Er wird gemäss der Oslo-Skala berechnet. Diese Skala umfasst die Werte 1 bis 3, wobei 1 geringe, 2 mittlere und 3 hohe Unterstützung bedeuten. Der Indikator weist den Anteil der Personen mit einem mittleren oder einem hohen Wert auf der OSLO-Skala aus.

Daten

Schweiz:

Soziale Unterstützung: Vertrauensbeziehungen (BFS, Integrationsindikatoren)

Analysen

Obsan (2014): Soziale Ressourcen als Gesundheitsschutz