Verlorene potentielle Lebensjahre

Verlorene potenzielle Lebensjahre respektive frühzeitige Todesfälle beziehen sich auf Sterbefälle vor dem Erreichen des 70. Altersjahrs. Ein Teil dieser Todesfälle ist auf Ursachen zurückzuführen, die partiell vermeidbar sind: verhaltens- und ernährungsbedingte, chronische Erkrankungen und Unfälle. Der Indikator gibt Hinweise auf Fortschritte der Medizin oder auf den Erfolg von Massnahmen der Gesundheitsprävention. Er ist ein Mass für die öffentliche Gesundheit, weil er sämtliche Faktoren umfasst, welche die Gesundheit beeinträchtigen und zum Tod führen.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach unten

Im Jahr 2015 beträgt die Rate der verlorenen potenziellen Lebensjahre im Kanton Luzern 2'075 Jahre je 100'000 Einwohner/innen. Gegenüber 2010 ist die Rate wesentlich tiefer.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Der Bund trifft im Rahmen seiner Zuständigkeiten Massnahmen zum Schutz der Gesundheit. Die Luzerner Gesundheitsförderung bezweckt gemäss Gesundheitsgesetz die Verbesserung des Gesundheitszustands des Einzelnen und der Gesamtbevölkerung sowie von bestimmten Personengruppen. Die Prävention bezweckt die Verhütung von bestimmten Krankheiten und Unfällen und soll deren Häufigkeit und Schwere vermindern. Sie umfasst Massnahmen zur Früherkennung von Krankheiten und zur Abschwächung von Krankheits- und Unfallfolgen.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit grüner Scheibe

Die rückläufige Entwicklung der frühzeitigen Todesfälle wird positiv beurteilt.

Definition

Der Indikator zeigt die Anzahl der verlorenen potenziellen Lebensjahre je 100'000 Einwohner/innen (ständige Wohnbevölkerung) für Todesfälle ab Geburt bis zum 70. Lebensjahr, dies standardisiert nach der Altersstruktur der europäischen Standardbevölkerung.

Daten

Schweiz:

Gesundheitszustand: Verlorene potentielle Lebensjahre (Obsan)

Todesfälle: Anzahl, Entwicklung und Ursachen (BFS)