Krankenversicherungslast

Die finanzielle Situation der Haushalte ist nicht nur abhängig von den Einnahmen, sondern auch von den Ausgaben. Die Krankenkassenprämien sind Teil der obligatorischen Ausgaben. Die Höhe der obligatorischen Ausgaben beeinflusst wesentlich, was den Haushalten an finanziellen Mitteln zur Deckung der übrigen Kosten oder zum Sparen zur Verfügung steht.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Im Jahr 2015 wenden die Luzerner Haushalte im Mittel (Median) 8,8 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien auf. Wird der Durchschnitt der jüngsten drei Datenjahre (2013-2015) mit dem Durchschnitt der ersten drei Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich eine wesentliche Zunahme.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Erwerbsfähige ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können und dass jede Person gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität, Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, Verwaisung und Verwitwung gesichert ist.

Wünschenswert ist aus sozialer Perspektive eine Abnahme der Krankenversicherungslast.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit roter Scheibe

Die Zunahme der Krankenversicherungslast wird entsprechend negativ beurteilt.

Definition

Der Indikator weist jenen Einkommensanteil der Privathaushalte aus, der für die obligatorische Krankenversicherungsprämie aufgewendet werden muss (eingesetzt werden die Durchschnittsprämien). Im Haushaltseinkommen bereits eingerechnet sind die individuellen Prämienverbilligungen.

Analysen

LUSTAT (2017): Wohlstand und Armut im Kanton Luzern

LUSTAT (2013): Sozialbericht des Kantons Luzern 2013 (vgl. Kap. 4 Wohlstand und Armut)