Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen

Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben spielt bei der Gleichstellung von Frauen und Männern eine wichtige Rolle, weil sie eine Brücke zwischen zwei geschlechtsspezifisch geprägten Lebensbereichen schlägt. Der Indikator zeigt das Ausmass an, in dem Frauen neben der Rolle der Mutter und Erzieherin auch jene der Berufstätigen besetzen.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2015 arbeiteten 24 Prozent aller Mütter mit Kind/ern im Vorschulalter in einem grösseren Teilzeitpensum (50-89%). Der Anteil hat sich seit 2010 nicht signifikant verändert.

Normative Anbindung

Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit.

Wünschenswert ist entsprechend aus sozialer Perspektive die Zunahme des Anteils der erwerbstätigen Mütter mit einem grossen Teilzeitpensum. Es ist weder eine Zu- noch eine Abnahme zu beobachten.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Frauen mit Kind/ern unter 7 Jahren, die ein Arbeitspensum von 50 bis 89 Prozent innehaben, an allen Müttern mit Kind/ern derselben Altersgruppe.

Daten

Schweiz:

Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern (BFS, Gleichstellung von Frau und Mann)

Analysen

LUSTAT (2013): Sozialbericht des Kantons Luzern 2013 (vgl. Kap. 8 Familien)