Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen

Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben spielt bei der Gleichstellung von Frauen und Männern eine wichtige Rolle, weil sie eine Brücke zwischen zwei geschlechtsspezifisch geprägten Lebensbereichen schlägt. Der Indikator zeigt das Ausmass an, in dem Frauen neben der Rolle der Mutter und Erzieherin auch jene der Berufstätigen besetzen.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2016 arbeiten 21,5 Prozent aller Mütter mit Kind/ern im Vorschulalter in einem grösseren Teilzeitpensum (50–89%). Im Vergleich zu 2010 ist eine wesentliche Abnahme zu beobachten, die jedoch noch innerhalb des statistischen Unschärfebereichs liegt. Sie ist deshalb nicht als eindeutige Entwicklung zu interpretieren.

Normative Anbindung

Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit.

Wünschenswert ist entsprechend aus sozialer Perspektive die Zunahme des Anteils der erwerbstätigen Mütter mit einem grossen Teilzeitpensum. Die beobachtete Abnahme liegt innerhalb des statistischen Unschärfebereichs, sodass zur Zeit keine statistisch gesicherte eindeutige Beurteilung vorgenommen werden kann (gelbe Farbgebung).

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Frauen mit Kind/ern unter 7 Jahren, die ein Arbeitspensum von 50 bis 89 Prozent innehaben, an allen Müttern mit Kind/ern derselben Altersgruppe.

Daten

Schweiz:

Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern (BFS, Gleichstellung von Frau und Mann)

Analysen

LUSTAT (2013): Sozialbericht des Kantons Luzern 2013 (vgl. Kap. 8 Familien)