Jugenderwerbslosigkeit

Die Erwerbsarbeit dient nicht nur der materiellen Existenzsicherung, sondern auch der Sinnstiftung und der sozialen Integration. Für Jugendliche und junge Erwachsene ist es wichtig, eine berufliche Zukunftsperspektive entwickeln zu können. Die fehlende Arbeitsmarktintegration und das Fehlen von Berufserfahrung haben für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig langfristige negative Auswirkungen, dies sowohl in sozialer wie in ökonomischer Hinsicht.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Die Jugenderwerbslosenquote beträgt 2017 im Kanton Luzern 3,9 Prozent und ist damit wesentlich höher als im Jahr 1990 (2,3%). Die Erwerbslosenquote der gesamten Bevölkerung (15–74 Jahre) liegt 2017 bei 3,0 Prozent.

Schweizweit beträgt die Jugenderwerbslosigkeit 6,4 Prozent (2018).

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass erwerbsfähige Personen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können. Sie setzen sich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben ebenfalls dafür ein, dass allgemeinbildende und berufsbezogene Bildungswege eine gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung finden.

Wünschenswert ist eine Abnahme der Jugenderwerbslosigkeit.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit roter Scheibe

Die Zunahme der Jugenderwerbslosigkeit wird negativ beurteilt.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der 15- bis 24-jährigen Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen derselben Altersgruppe. Als erwerbslos (gemäss ILO, International Labour Organization) gelten Personen, die in der Referenzwoche nicht erwerbstätig waren, in den vier vorangegangenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben und die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar wären.

Der angegebene Schweizer Vergleichswert beruht auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des BFS.