Frühe Schulabgänger/innen

Wissen und Können stellen zentrale individuelle und gesellschaftliche Ressourcen dar. Eine Ausbildung verbessert den Zugang zum Arbeitsmarkt und damit auch die Chance, ein existenzsicherndes Erwerbseinkommen zu erzielen. Bei fehlender Ausbildung steigt das Risiko der Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Exklusion.

Statistischer Kommentar

Im Jahr 2016 haben 5,4 Prozent aller 18- bis 24-jährigen Luzernerinnen und Luzerner keine nachobligatorische Ausbildung abgeschlossen und sind auch nicht daran, eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren (berufliche Grundbildung oder allgemeinbildende Schule). Im Vergleich zu 2010 hat sich der Anteil der frühzeitigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Kanton Luzern wesentlich verringert.

Schweizweit liegt der Anteil der frühzeitigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei 5,3 Prozent (2017).

Normative Anbindung

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und der Bund haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der 25-Jährigen, die keinen Bildungsabschluss auf Sekundarstufe II erworben haben, bis 2020 auf unter 5 Prozent zu senken.

Wünschenswert ist ein Rückgang des Anteils der frühzeitigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Die beobachtete Abnahme ist entsprechend positiv zu beurteilen.

Definition

Der Indikator zeigt das Verhältnis der 18- bis 24-jährigen Frauen und Männer, die über keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss (berufliche Grundbildung oder allgemeinbildende Schule) verfügen und sich zur Zeit auch nicht in einer Ausbildung befinden, zur gesamten gleichaltrigen ständigen Wohnbevölkerung.

Der angegebene Schweizer Vergleichswert beruht auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des BFS.

Daten

Schweiz:

Frühzeitige Schulabgänger/innen (BFS, Bildungsindikatoren)