Erwerbsbeteiligung in später Erwerbsphase

Eine Erwerbsarbeit trägt zur eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts bei und fördert die soziale Integration. Der Anteil der Bevölkerung in einer späten Erwerbsphase zeigt die Integrationsbereitschaft der Wirtschaft auf. Der Indikator kann auch Hinweise auf allfällige Diskriminierungen geben und lässt auf einen möglichen Bedarf an staatlichen Absicherungen schliessen.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Im Jahr 2016 sind im Kanton Luzern 80,8 Prozent aller Personen im Alter von 55 bis 62 Jahren erwerbstätig. Damit hat sich die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung im höheren Erwerbsalter jener der gesamten Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter angenähert (81,5%). Seit 1990 hat sich die Erwerbstätigenquote der 55- bis 62-Jährigen  um 14 Prozentpunkte erhöht.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach oben

Bund und Kanton setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass erwerbsfähige Personen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können. Niemand darf aufgrund seines Alters diskriminiert werden.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit grüner Scheibe

Die Zunahme der Erwerbstätigenquote der Bevölkerung im Alter von 55 bis 62 Jahren ist entsprechend eine positiv zu beurteilende Entwicklung.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der erwerbstätigen Personen im Alter von 55 bis 62 Jahren an der gleichaltrigen ständigen Wohnbevölkerung. Als erwerbstätig gelten Personen, die mindestens eine Stunde pro Woche einer bezahlten Erwerbsarbeit nachgehen.

Analysen

LUSTAT (2013): Sozialbericht des Kantons Luzern 2013 (vgl. Kap. 9 Menschen im Alter)