Erwerbslosigkeit

Die Erwerbsarbeit dient nicht nur der materiellen Existenzsicherung, sondern auch der Sinnstiftung und der sozialen Integration. Je länger die Erwerbslosigkeit dauert, desto schwieriger wird die Rückkehr in die Arbeitswelt und desto grösser ist die Gefahr des sozialen Ausschlusses. Erwerbslosigkeit hat nicht nur negative Folgen für die unmittelbar betroffenen Personen, sie verursacht auch volkswirtschaftliche Kosten. Die Höhe des Ausbildungsabschlusses wirkt sich auf die Beschäftigungssicherheit aus. Das Risiko, von Erwerbslosigkeit betroffen zu sein, sinkt mit steigendem Bildungsniveau.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach unten

Die Erwerbslosenquote liegt im Kanton Luzern 2016 bei 3,2 Prozent. Im Vergleich zu 2010 ist eine Abnahme der Erwerbslosenquote zu beobachten, die jedoch noch innerhalb des statistischen Unschärfebereichs liegt. Sie ist deshalb nicht als eindeutige Entwicklung zu interpretieren.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Pfeil nach unten

Wünschenswert ist eine Abnahme der Erwerbslosenquote.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit grauer Scheibe

Die beobachtete Abnahme der Erwerbslosigkeit liegt innerhalb des statistischen Unschärfebereichs, sodass zur Zeit keine statistisch gesicherte eindeutige Beurteilung vorgenommen werden kann.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der erwerbslosen Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren am Total der gleichaltrigen Erwerbspersonen. Als erwerbslos (gemäss ILO, International Labour Organization) gelten Personen, die in der Referenzwoche nicht erwerbstätig waren, in den vier vorangegangenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben und die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar wären.

Daten

Luzern:

Erwerbslosenquote nach Geschlecht, Alter, Nationalität und Ausbildungsniveau seit 1990

Schweiz:

Arbeitsmarktstatus

Erwerbslosenquote der Hochschulabsolvent/innen

Analysen

Bundesamt für Statistik (2018): Arbeitsmarktindikatoren 2018

LUSTAT (2016): Bildungsbericht des Kantons Luzern 2016 (vgl. Kap. 3A Individueller Nutzen von Bildung)