Sonderschulung innerhalb der Regelklasse

Kinder und Jugendliche mit einer geistigen, körperlichen, sprachlichen Behinderung oder mit einer Hör-, Seh- oder Verhaltensbehinderung können so sehr beeinträchtigt sein, dass sie eine Sonderschulung benötigen. Diese Sonderschulung erfolgt wenn immer möglich integrativ, das heisst, innerhalb der Regelklasse. Ziel ist die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung der Lernenden.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Zeichen minus

Im Jahr 2019 besuchen knapp 600 Kinder eine integrative Sonderschulung. Der Anteil der Lernenden mit integrativer Sonderschulung gemessen an allen Lernenden mit einer sonderpädagogischen Massnahme beträgt 41,6 Prozent. Damit liegt der Anteil nicht im erwünschten Bereich.

Seit 2008 (10,2%) hat die Quote der Lernenden mit integrativer Sonderschulung stetig zugenommen.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Zeichen ähnlich

Der Anteil der Lernenden in der integrativen Sonderschulung soll auf 45 Prozent ansteigen; die definierte Spannbereite kann dabei +/- 3 Prozent betragen.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit roter Scheibe

Der beobachtete Anteil der integrativ unterrichteten Sonderschullernenden hat die festgelegte Zielgrösse von 45 Prozent noch nicht erreicht. Die Beurteilung fällt entsprechend negativ aus.

Definition

Der Indikator misst den Anteil der Lernenden mit einer integrativen Sonderschulung an der Gesamtzahl der Lernenden mit einer Sonderschulmassnahme. Grundgesamtheit bilden sämtliche Lernende mit Wohnort und Schulort im Kanton Luzern, inkl. Lernende mit Sonderschulbesuch an einer privaten Regelschule.

Analysen

LUSTAT (2016): Bildungsbericht des Kantons Luzern 2016 (vgl. Kapitel 4B Sonderschulung)