Wertschöpfungsintensive Branchen

Die Innovationskraft und Standortqualität einer Region kann unter anderem an der Entwicklung der Beschäftigung in Branchen mit hohem Anteil an wertschöpfungsintensiven Firmen abgelesen werden (z.B. High-Tech- oder wissensintensive Branchen). Eine hochentwickelte Volkswirtschaft ist auf innovative und wertschöpfungsintensive Unternehmen angewiesen. Solche Firmen benötigen in besonderem Mass spezialisiertes Wissen und gut ausgebildetes Fachpersonal.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Pfeil nach oben

Im Jahr 2015 arbeiteten im Kanton Luzern 43 Prozent der Beschäftigten (in VZÄ) in der High-Tech-Branche oder in den wissensintensiven Branchen. Dieser Anteil ist seit 2005 um 4 Prozentpunkte angestiegen, lag aber jeweils deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt.

Schweizweit sind 48 Prozent aller Beschäftigten (in VZÄ) in der High-Tech-Branche und den wissensintensiven Branchen beschäftigt (2015).

Definition

Der Indikator beschreibt den prozentualen Anteil der Beschäftigten (gemessen in Vollzeitäquivalenten) der High-Tech- und wissensintensiven Branchen am Total der Beschäftigten.

Für die Klassifizierung der Unternehmen und Arbeitsstätten nach deren Haupttätigkeit kommt die Wirtschaftszweigsystematik NOGA (Nomenclature Générale des Activités économiques) 2008 zur Anwendung:

  • Zur High-Tech-Branche werden Unternehmen der folgenden Branchen gezählt (Noga 2008): 20, 21, 26–30, 25,4 und 32,5.
  • Zu den wissensintensiven Branchen gehören folgende Branchen (Noga 2008): 58–66, 69–75, 84–93.

Bundesamt für Statistik: Publikationen NOGA 2008

Daten

Schweiz:

Wirtschaftsstruktur und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Wissensintensive Dienstleistungen und High-Tech-Branchen (BFS, Regionale Disparitäten)

Analysen

LUSTAT (2016): Bildungsbericht des Kantons Luzern 2016 (vgl. Kap. 1B Wirtschaft)

Seco (2017): Die Entwicklung der Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft 1997-2014

FORS (2016): Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren