Durchlässigkeit

Ein durchlässiges Bildungssystem charakterisiert sich dadurch, dass es Wechsel und Übergänge zwischen verschiedenen Ausbildungsrichtungen und -niveaus ermöglicht, sofern die Lernenden und Studierenden die Voraussetzungen erfüllen. Damit gewährleistet das Bildungssystem die Chancengerechtigkeit und unterstützt die individuelle Weiterentwicklung der eigenen Bildungsinteressen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Durchlässigkeit zu messen. Dieser Indikator untersucht, wie viele Studierende keinen geradlinigen Bildungsverlauf aufweisen, also über einen "Umweg" in die Tertiärstufe A gelangt sind.

Beobachtete Entwicklung

Kreis mit Zeichen plus

Im Jahr 2017 liegt der Anteil der Luzerner Studierenden ohne geradlinigen Bildungsverlauf an den universitären Hochschulen bei 7,5 Prozent.

Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Quadrat mit Zeichen plus

Der Anteil der Luzerner Studierenden ohne geradlinigen Bildungsverlauf an den universitären Hochschulen soll den Wert von 5,0 Prozent nicht unterschreiten.

Die Beurteilung erfolgt aufgrund folgender Kriterien:

Kreis mit grüner Scheibe

Der beobachtete Anteil der Studierenden mit einem nicht geradlinigen Bildungsverlauf liegt über dem festgelegten Referenzwert von 5,0 Prozent. Die Beurteilung fällt positiv aus.

Definition

Für ein Bachelorstudium an den universitären Hochschulen direkt zugelassen sind Personen mit einem gymnasialen Maturitätsabschluss. Ausgewiesen wird der Anteil der Studierenden an universitären Hochschulen, die keinen geradlinigen Bildungsverlauf aufweisen. Dazu gehören bei bestandener Ergänzungsprüfung die Passerelle-Inhaber/innen einer Berufsmaturität oder einer Fachmaturität sowie Studierende mit weiteren Zulassungsausweisen (z.B. Aufnahme sur Dossier, Diplom einer Fachhochschule) oder mit unbekannten Zulassungsausweisen.

Grundgesamtheit der Analyse bilden die Studierenden mit Wohnsitz vor Studienbeginn im Kanton Luzern.

Analysen

Kost (2013): Durchlässigkeit und Hochschulzugang in der Schweiz