Coronavirus

Todesfälle und Übersterblichkeit (Stand: 5. Mai 2021)

Im Folgenden wird analysiert, ob im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie eine Übersterblichkeit festzustellen ist. Kommt die Anzahl wöchentlich gemeldeter Todesfälle über der oberen erwarteten Grenze zu liegen, muss davon ausgegangen werden, dass die Sterblichkeit aufgrund eines zusätzlichen Risikos angestiegen ist.

Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage wird seit der Aktualisierung vom 5. Mai auf eine laufende Aktualisierung verzichtet. Die Angaben des Bundesamtes für Statistik im Rahmen des Mortalitätsmonitoring werden weiterhin wöchentlich aktualisiert.

Kanton Luzern: Seit Anfang Januar 2021 ist keine Übersterblichkeit zu beobachten

Sowohl bei den Personen in der Altersklasse unter 65 Jahren als auch bei den Personen ab 65 Jahren liegt die Anzahl der wöchentlichen Todesfälle seit der Woche vom 4. Januar 2021 innerhalb der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Es ist keine Übersterblichkeit zu beobachten.

Im Jahr 2020 sind im Kanton Luzern 422 Personen in der Altersklasse unter 65 Jahren gestorben. In der Woche 53 (28. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021) lag die Anzahl wöchentlicher Todesfälle leicht über der Obergrenze der zu erwartenden Todesfälle. In den übrigen Wochen lag sie innerhalb der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Bei den Personen ab 65 Jahren wurden 2'945 Todesfälle registriert. Ab der Woche 47 bis zum Ende der Woche 53 (16. November 2020 bis 3. Januar 2021) war sieben Wochen in Folge eine Übersterblichkeit zu beobachten.

Zentralschweiz: Seit Ende Januar 2021 ist keine Übersterblichkeit zu beobachten

Auch in der Zentralschweiz ist keine Übersterblichkeit zu beobachten. Bei den Personen unter 65 Jahren liegt die Anzahl wöchentlicher Todesfälle seit der Woche vom 4. Januar 2021 innerhalb der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Bei den Personen ab 65 Jahren liegt die Anzahl wöchentlicher Todesfälle seit der Woche vom 25. Januar in der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle.

Im Jahr 2020 wurden in der Zentralschweiz bei Personen unter 65 Jahren 825 Todesfälle registriert. In der Woche 45 (2. bis 8. November 2020) lag die Anzahl wöchentlicher Todesfälle genau auf der Obergrenze der zu erwartenden Todesfälle und in der Woche 53 (28. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021) war eine leichte Übersterblichkeit festzustellen. In den übrigen Wochen lag sie innerhalb der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. In der Altersklasse ab 65 Jahren sind 5'796 Personen im Jahr 2020 gestorben. In der Woche 16 (13. bis 19. April 2020) wurde erstmals eine leichte Übersterblichkeit beobachtet. In der Woche vom 19. Oktober 2020 wurde erneut eine Übersterblichkeit beobachtet. Diese dauerte bis über den Jahreswechsel hinaus an.

Methodische Hinweise

Die Todesfälle werden beim zuständigen Zivilstandsamt gemeldet und in einer zentralen Datenbank registriert. Unter der Annahme eines konstanten Meldeflusses schätzt das BFS die Fallzahlen. Nach 40 Tagen sind 97,5 Prozent der Meldungen eingetroffen, so dass ab diesem Zeitpunkt die Zahl der eingetroffenen Meldungen ohne Hochrechnung gezeigt wird. Die normalerweise zu erwartende Zahl der Todesfälle wird aufgrund der Entwicklung der Fallzahlen jeder Altersklasse der vorangegangenen fünf Jahre berechnet. Die saisonale Verteilung der Todesfälle auf die 52 Wochen des Jahres berechnet sich aufgrund des Medianwerts jeder Kalenderwoche der vergangenen zehn Jahre. Zuletzt wird für jeden Erwartungswert eine Bandbreite berechnet, innerhalb welcher Schwankungen als zufällig gewertet werden müssen. Die Berechnung der erwarteten Zahl der Todesfälle entspricht damit nicht einfach einem Durchschnittswert, sondern berücksichtigt die Veränderung der Bevölkerung von Jahr zu Jahr sowie zufällige Schwankungen.

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