Coronavirus

Todesfälle und Übersterblichkeit (Stand: 18. Januar 2022)

Im Folgenden wird analysiert, ob im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie eine Übersterblichkeit festzustellen ist. Kommt die Anzahl wöchentlich gemeldeter Todesfälle über der oberen erwarteten Grenze zu liegen, muss davon ausgegangen werden, dass die Sterblichkeit aufgrund eines zusätzlichen Risikos angestiegen ist.

Kanton Luzern: Sterblichkeit bei den 65-Jährigen und Älteren liegt knapp im erwartbaren Bereich

Im Kanton Luzern war im Jahr 2021 bei den Personen ab 65 Jahren erstmals in der Woche 36 (6. bis 12. September 2021) eine Übersterblichkeit zu beobachten. Seit Mitte November liegt die Anzahl der Todesfälle bei den 65-Jährigen und Älteren über dem zu erwartenden Wert oder knapp darunter. Bei den Personen unter 65 Jahren kam es mit Ausnahme der Altjahreswoche 2020 bisher nie zu einer Übersterblichkeit.

Zentralschweiz: Bei Personen ab 65 Jahren ist eine Übersterblichkeit zu beobachten

In der Zentralschweiz war im 2021 bei den 65-Jährigen und Älteren mehrmals eine Übersterblichkeit zu beobachten. Seit Mitte November lag die Anzahl Todesfälle fast durchgehend über der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle, so auch in der ersten Woche des Jahres 2022. Bei den Personen unter 65 Jahren war im 2021 einmalig in der Woche 32 (9. bis 15. August 2021) eine Übersterblichkeit zu beobachten. In der ersten Woche des neuen Jahres (3. bis 9. Januar 2022) lag die Anzahl wöchentlicher Todesfälle bei den Personen unter 65 Jahren innerhalb der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle.

Methodische Hinweise

Die Todesfälle werden beim zuständigen Zivilstandsamt gemeldet und in einer zentralen Datenbank registriert. Unter der Annahme eines konstanten Meldeflusses schätzt das BFS die Fallzahlen. Nach 40 Tagen sind 97,5 Prozent der Meldungen eingetroffen, so dass ab diesem Zeitpunkt die Zahl der eingetroffenen Meldungen ohne Hochrechnung gezeigt wird. Die normalerweise zu erwartende Zahl der Todesfälle wird aufgrund der Entwicklung der Fallzahlen jeder Altersklasse der vorangegangenen fünf Jahre berechnet. Die saisonale Verteilung der Todesfälle auf die 52 Wochen des Jahres berechnet sich aufgrund des Medianwerts jeder Kalenderwoche der vergangenen zehn Jahre. Zuletzt wird für jeden Erwartungswert eine Bandbreite berechnet, innerhalb welcher Schwankungen als zufällig gewertet werden müssen. Die Berechnung der erwarteten Zahl der Todesfälle entspricht damit nicht einfach einem Durchschnittswert, sondern berücksichtigt die Veränderung der Bevölkerung von Jahr zu Jahr sowie zufällige Schwankungen.

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