Gesundheit

Die Inanspruchnahme von Spitex-Pflegeleistungen nimmt kontinuierlich zu

Im Jahr 2018 wurden 3'035 Stadtluzerner Klientinnen und Klienten von Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen (inkl. Tages- und Nachtstrukturen) betreut. Das entspricht einer Zunahme von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einem leichten Rückgang von 2016 auf 2017 (–1%) sind die Leistungsstunden für Spitex-Leistungen im Jahr 2018 um 2 Prozent gestiegen.

23 Prozent der Hochbetagten beziehen Spitex-Pflegeleistungen

2,9 Prozent der Stadtluzerner Bevölkerung bezogen 2018 Pflegeleistungen der Spitex. Dieser Anteil hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen (2013: 2,2 Prozent). Mit steigendem Alter nimmt der Pflegebedarf zu, bei den 80-Jährigen und älteren waren es 23 Prozent. Demgegenüber ist der Anteil der Bezügerinnen und Bezüger von Hauswirtschaftsleistungen und Sozialbetreuungen seit den Vorjahren gleich geblieben. 1,7 Prozent der Stadtluzerner Bevölkerung erhielten Hauswirtschaftsleistungen und Sozialbetreuungen. In der Gruppe der 80-jährigen und älteren Bevölkerung profitierten 16 Prozent.

Frauen beziehen häufiger Spitex-Leistungen

Vor allem ältere Personen nutzen die Spitex-Pflegeleistungen der Stadtluzerner Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen: 76 Prozent der Klientinnen und Klienten, die 2018 durch die Spitex-Organisationen oder selbständigen Pflegefachpersonen ambulant gepflegt wurden, waren 65 Jahre alt oder älter, 50 Prozent waren 80 Jahre oder älter. Bei den Bezügerinnen und -bezüger von Leistungen in Form von Hauswirtschaft und Sozialbetreuung waren 87 Prozent mindestens 65 Jahre alt, 61 Prozent waren mindestens 80 Jahre alt.

Insgesamt waren knapp 2 von 3 der durch Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen betreuten Personen (Wohnort Stadt Luzern) Frauen. Unter den Klienten und Klientinnen, welche Pflegeleistungen beanspruchten, waren 62 Prozent Frauen. Bei den Empfängerinnen und Empfängern von Hauswirtschaftsleistungen und Sozialbetreuung waren 73 Prozent Frauen. Frauen beziehen öfters Spitex-Leistungen als Männer, da sie eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter häufiger alleine leben. Männer können anderseits im Fall einer Pflegebedürftigkeit eher auf die Unterstützung der Partnerin zurückgreifen.

Über die Hälfte der Bewohner/innen der Alters- und Pflegeheime sind über 84 Jahre alt

1'224 Personen lebten Ende 2018 in einem der 14 Alters- und Pflegeheime in der Stadt Luzern. 62 Prozent der Heimbewohnerinnen und –bewohner waren 85 Jahre alt oder älter. Der Frauenanteil lag über alle Altersgruppen betrachtet bei 72 Prozent. Der Anteil Frauen nimmt mit steigendem Alter zu; in der Alterskategorie der 65- bis-74-Jährigen lag er bei 58 Prozent und in der Alterskategorie der Über-84-Jährigen bei 78 Prozent.

2018 lebten, gemessen an der Wohnbevölkerung der Stadt Luzern, 18 Prozent der 85- bis 94-jährigen Männer und 28 Prozent der gleichaltrigen Frauen in einem Alters- oder Pflegeheim. In der Altersgruppe der 95-Jährigen und älter wohnten 44 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen in einem Alters- und Pflegeheim. Im Schnitt erfolgt der Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim mit 82 Jahren.

Die Kurzzeitaufenthalte nehmen weiterhin zu

Im Jahr 2018 verzeichneten die Alters- und Pflegeheimen der Stadt Luzern 1'221 Eintritte und 1'243 Austritte. Im Vergleich zum Vorjahr sind mehr Personen ein- (+23%) wie auch ausgetreten (+22%). Ein Anstieg war bereits von 2016 auf 2017 ersichtlich und ist auch im Jahr 2018 durch die überdurchschnittliche Zunahme der Kurzzeitaufenthalte bedingt und hat methodische Gründe. Seit 2017 werden Eintritte für die Akut- und Übergangspflege separat erfasst. Falls die Klientinnen und Klienten länger als 14 Tage im Heim bleiben, werden zwei Eintritte gezählt (gemäss gesetzlicher Grundlage dürfen für die Akut- und Übergangspflege maximal 14 Tage verrechnet werden). Jeweils etwas mehr als die Hälfte, die in ein Heim ein- oder austraten, verbrachten dort einen Kurzzeitaufenthalt. Zu diesen zählen Aufenthalte zur Entlastung der pflegenden Angehörigen, Zwischenlösungen für Personen, die nicht sofort einen Platz im gewünschten Heim erhalten, sowie vorübergehende Aufenthalte nach einem Krankenhausaufenthalt.

2018 zogen 544 Personen für einen Langzeitaufenthalt in ein Alters- und Pflegeheim. 43 Prozent dieser Eintretenden kam direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt ins Heim, 38 Prozent hatten zuvor zu Hause gewohnt.

580 Austritte waren auf Personen in einem Langzeitaufenthalt zurückzuführen. Von ihnen waren 81 Prozent im Heim verstorben, 7 Prozent kehrten nach Hause zurück. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Bewohnerinnen und Bewohner in einem Langzeitaufenthalt betrug 2,3 Jahre.

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