Bildung im Kanton Luzern 2018/19 - Obligatorische Schulstufe

400 Lernende mehr in den obligatorischen Schulstufen

Im Schuljahr 2018/19 besuchen 43'886 Kinder und Jugendliche eine Klasse der obligatorischen Schulstufen im Kanton Luzern. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um 0,9 Prozent. Nach einem Tiefstand im Schuljahr 2014/15 nimmt die Zahl der Lernenden seither kontinuierlich zu.

Leicht rückläufige Zahlen im Kindergarten und in der Basisstufe

Im aktuellen Schuljahr besuchen 6'335 Mädchen und Knaben einen Luzerner Kindergarten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 1,4 Prozent. Auch auf der Basisstufe werden mit 1'686 Kindern weniger Lernende als im Vorjahr unterrichtet (–0,9%).

Davor ist die Zahl der Kinder im Kindergarten stetig angestiegen (erstmals auf das Schuljahr 2009/10), dies aufgrund zunehmender Geburtenzahlen sowie der flächendeckenden Einführung des 2-jährigen Kindergartenangebots per 2016. Aufgrund der sich abzeichnenden Bevölkerungsentwicklung ist davon auszugehen, dass zukünftig die Zahl der Kindergarten- und Basisstufenkinder wieder zunehmen wird.

In der Primarschule werden im aktuellen Schuljahr insgesamt 23'277 Schülerinnen und Schüler gezählt. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Prozent.

Erstmals wieder wachsende Lernendenzahlen auf Sekundarstufe I seit 2009

Auf der Sekundarstufe I werden mit 11'831 Lernenden mehr Jugendliche unterrichtet als im Vorjahr (+1%). Auf dieser Stufe ist damit erstmals seit 2009/10 wieder ein Zuwachs zu verzeichnen.

80 Prozent der Lernenden absolvieren die letzten drei obligatorischen Schuljahre an der Sekundarschule, die übrigen an einem Gymnasium. Von den 9'456 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule besuchen 33 Prozent den Unterricht im integrierten Schulmodell. Der Anteil der Lernenden in der integrierten Sekundarschule steigt damit weiter an (2017/18: 29%). Dies, obwohl in den letzten zwei Jahren keine weitere Gemeinde auf das Modell gewechselt hat. Grund ist, dass nun in den Gemeinden mit diesem Modell alle Klassen über alle drei Bildungsjahre hinweg im integrierten Modell geführt werden. Aktuell organisieren 19 Luzerner Gemeinden ihre Sekundarschule gemäss dem integrierten Modell (zwei weitere Gemeinden planen den Wechsel auf das nächste Schuljahr hin).

Übertrittsquote in Gymnasien nivelliert Höchstwert vom Jahr 2001/02

Im Schuljahr 2018/19 haben von den ehemaligen Sechstklässlerinnen und -klässler 38 Prozent ins Niveau A oder B und 17 Prozent ins Niveau C der Sekundarschule gewechselt, 27 Prozent an eine integrierte Sekundarschule und 19 Prozent an ein Gymnasium. Die Übertrittsquote an die Gymnasien ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (+0,2 Prozentpunkte), und erreichte damit das gleiche Niveau wie im Jahr 2001/02. In den letzten 20 Jahren lag die gymnasiale Übertrittsquote zwischen 15,4 und 19,0 Prozent.

Die Niveauzuteilungen der Lernenden werden im integrierten Schulmodell statistisch nicht erfasst. Die Verteilung der Lernenden auf die verschiedenen Anforderungsniveaus der Sekundarschule lässt sich deshalb nur eingeschränkt analysieren.

Anteil der Lernenden in einer Privatschule nimmt leicht zu

Von den Kindern und Jugendlichen, welche die obligatorische Schulzeit in einer Regelklasse im Kanton Luzern durchlaufen, besuchen 1,6 Prozent eine Privatschule. Dieser Anteil ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, was vor allem mit steigenden Schülerzahlen bei bestehenden Privatschulen zusammenhängt; zudem wurde eine weitere Privatschule auf das aktuelle Schuljahr hin eröffnet.

4 von 5 Lehrpersonen sind weiblich

Im laufenden Schuljahr unterrichten 4'977 Lehrpersonen an den obligatorischen Schulen im Kanton Luzern (ohne Gymnasial- und Förderlehrpersonen, ohne sonderpädagogisches Personal). Das sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Lehrpersonen teilen sich 3'033 Vollzeitstellen (+0,8% gegenüber dem Vorjahr), verteilt auf 5'631 Anstellungen. Knapp die Hälfte dieser Anstellungsverhältnisse sind Kleinpensen (unter 50 Stellenprozent), gut ein Fünftel Vollzeitstellen (mind. 90 Stellenprozent).

Über alle obligatorischen Schulstufen hinweg betrachtet sind im Kanton Luzern 4 von 5 Lehrpersonen weiblich. Dabei nimmt der Frauenanteil mit steigender Schulstufe ab: Im Kindergarten unterrichten zu 99 Prozent Frauen, in den Sekundarschulen zu 60 Prozent.

Der Frauenanteil ist in allen Altersgruppen grösser als der Männeranteil. Im Durchschnitt sind die männlichen Lehrpersonen älter als die weiblichen. Der Anteil der männlichen Lehrpersonen dürfte daher in den nächsten Jahren weiter abnehmen.

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