Für
die Schlüsselbereiche der kantonalen Politik ist die statistische Datenbasis sicherzustellen und zu
optimieren. Die Deckung des ausgewiesenen und laufend zu evaluierenden Informationsbedarfs ist durch
die kontinuierliche Weiterführung, teilweise durch Optimierung und Vervollständigung der bestehenden
Datenbasis zu gewährleisten. Der Informationsbedarf soll in thematisch orientierten Expertengruppen
regelmässig evaluiert werden. Dabei sind alle Departemente und teilweise die Gemeinden einzubeziehen.
In einzelnen Bereichen sind eigene kantonale Datenbeschaffungsprozesse
notwendig. Hierzu
gehören beispielsweise die Steuerstatistik und die Statistik der Gemeindefinanzen.
Die
Bundesstatistik bleibt die wichtigste Quelle des statistischen Informationsbedarfs auf Kantons- und
Gemeindeebene. Modernisierungs- und Revisionsprojekte auf Bundesebene sind, wo der Kanton als mitwirkende
Stelle bezeichnet ist, zwingend nachzuvollziehen.
Um Direkterhebungen
bei Personen und
Unternehmen möglichst zu vermeiden, ist eine optimale Ausschöpfung der Bundesstatistik notwendig. Mit
dem vom Bundesamt für Statistik beschlossenen Ersatz der Eidgenössischen Volkszählung durch ein Gesamtsystem
der Haushalts- und Personenbefragungen (SHAPE) ist die Datenbasis für die Kantone nicht mehr im bisherigen
Umfang gesichert. Durch die angestrebte Durchführung der eidgenössischen Strukturerhebung ab 2010 als
Vollerhebung soll für den Kanton Luzern die Kontinuität kleinräumlicher Datengrundlagen gewährt bleiben.
Daran sollte mindestens so lange festgehalten werden, bis andere Lösungen im Erhebungsbereich möglich
und realisiert sind.
Damit der Kanton einen möglichst grossen Nutzen
an dem vom Bund
konzipierten Gesamtsystem der Haushalts- und Personenbefragungen (SHAPE) ziehen kann, muss der Kanton
Luzern an diesem modernen System partizipieren. Deshalb enthält das Mehrjahresprogramm für verschiedene
Stichprobenerhebungen des Bundes eine Stichprobenaufstockung mit dem Ziel, die Informationsbedürfnisse
in für den Kanton politisch relevanten Schlüsselbereichen decken zu können.
Zur
Steuerung
der Politik und zur Messung von Massnahmen sind die Gemeinwesen zunehmend auf die Kenntnis der Zufriedenheit,
des Verhaltens, der Nutzung der Infrastrukturen usw. der Bevölkerung angewiesen. Im Interesse der Koordination,
der Einhaltung des Grundsatzes einer möglichst geringen Belastung der Befragten und der statistischen
Qualität und Kontinuität soll eine regelmässige Einwohnerbefragung mit einem fixen und einem variablen
Teil eingeführt werden. Das Konzept soll unter Federführung des Amtes für Statistik zusammen mit den
politischen
Entscheidungsträgern und mit den interessierten Dienststellen entwickelt werden. Es wird angestrebt,
die Inhalte einzelner heute bei den Dienststellen angesiedelten Einwohnerbefragungen mit der regelmässigen
Einwohnerbefragung abzudecken. Die Ergebnisse der Einwohnerbefragung sind zu publizieren.
3. Strategisches Ziel
(Auszug aus dem MJP in der Fassung vom 15. Mai 2007)
Pflege und Optimierung der statistischen Datenbasis für die Schlüsselbereiche der kantonalen Politik
Operative Ziele
- Modernisierung der eidg. Bildungsstatistik, mit den Teilprojekten Aufbau eines kantonalen Schulregisters, Statistik der Schüler/innen und Studierenden sowie der Lehrkräftestatistik.
- Modernisierung der Bevölkerungsstatistik (Anpassung des Erhebungskonzeptes an die neuen Anforderungen der Registerharmonisierung (neuer Merkmalskatalog, neue Schnittstellen, usw.).
- Revision der eidgenössischen Statistiken im Gesundheitsbereich, insbesondere der inhaltlichen Revision der Krankenhausstatistik und der medizinischen Statistik.
- Eidgenössische Strukturerhebung 2010 – Aufstockung der Stichprobe auf eine Vollerhebung. (gemäss Beschluss des Regierungsrates wird dieses Ziel nur realisiert, wenn die anderen Kantone sich auch zu diesem Schritt entschliessen)
- Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE – Stichprobenaufstockung erstmals 2010
- Mikrozensus Verkehr – Stichprobenaufstockung 2010 und folgende.
- Gesundheitsbefragung 2007 – Stichprobenaufstockung.
- Schweizerische Lohnstrukturerhebung – Stichprobenaufstockung, erstmals 2010
- Einführung einer regelmässigen kantonale Einwohnerbefragung mit einem fixen und einem variablen Teil